“Brexit vielleicht die beste Lösung für Europa”

Das nahende Referendum über den Verbleibt Großbritanniens in der Europäischen Union sorgt weiter für Gesprächsstoff. Dich nicht nur die Politiker beschäftigen sich eingehend damit, sondern auch die Ökonomen. Der belgische Volkswirt und Wirtschaftsprofessor Paul De Grauwe (Foto), der auch in London Lehraufträge hat, glaubt mittlerweile, dass ein „Brexit“ nicht die schlechteste Lösung ist.

Paul De Grauwe ist Professor für Wirtschaftsfragen an der London School of Economics. Mittlerweile ist aber auch dieser auch außerhalb der Landesgrenzen renommierte Volkswirt aus Belgien der Ansicht, dass ein Austritt der Briten aus der EU die beste Lösung für Europa sei.

Am Montagabend sagte Professor De Grauwe in der VRT-Fernsehsendung „Terzake“, dass dieser Schritt fast unausweichlich sei: „Hier gibt es gegenüber der EU so viel Feindschaft. Die Medien, ein Großteil der politischen Elite… Ich würde fast sagen, dass die EUI hier regelrecht gehasst wird. Das wird auch nach einem Referendum nicht verschwinden.“

„Wenn wir davon ausgehen, dass der „Brexit“ nicht gelingt, dass also Großbritannien Mitglied der Europäischen Union bleibt, dann ist dies ein schlechtes Szenarium, denn von diesem Augenblick an werden die Britten aus dem Inneren der EU ihre Strategie, die darin besteht, die Union zu unterminieren, fortsetzen.“