"Tunnelgate setzt Brüssel wirtschaftlich aufs Spiel"

Agoria, der Dachverband der Technologieindustrie in Belgien, ist der Ansicht, dass „Tunnelgate“, wie dort die Probleme mit den aus Sicherheitsgründen gesperrten Brüsseler Verkehrstunneln genannt werden, wirtschaftlich langsam für bedenklich. Die belgische Hauptstadt Brüssel werde dadurch auf Dauer wirtschaftlich Schaden nehmen, so der Verband.

Der belgische Technologieverband Agoria ruft die Brüsseler Regionalregierung dringend dazu auf, schnellstens mit einem globalen Aktionsplan zur Lösung des Tunnelproblems in der Hauptstadt aufzuwarten:

„Das Mobilitätsproblem ist schon jetzt das größte Problem für die Brüsseler Unternehmen. Mittlerweile haben zwei von drei Unternehmen durch die Mobilitätsprobleme Schwierigkeiten damit, Personal zu finden oder halten zu können. Und rund 60 % der Unternehmen sind der Ansicht, dass die Verkehrsprobleme ein Grund dafür sein könnten, Brüssel zu verlassen. Die Schließung des Montomery-Tunnels (siehe auch das Video dazu auf flanderninfo.be) könnte das Fass zum Überlaufen bringen“, sagte Floriane de Kerchove von Agoria Brüssel am Mittwoch zur Meldung, dass jetzt auch dieser Tunnel eine Vollsperrung erfährt.

Seit mehreren Tagen und Wochen sorgen Schäden am Stahlbeton oder an der Ummantelung der Konstruktionen in Brüsseler Verkehrstunneln für Probleme aber auch für Ärger, Hohn und Spott. Mittlerweile sind die Tunnel Leopold II, Stefania, Rogier, Georges Henri, Troon, Tervuren und auch der komplexe Reyners-Tunnel davon betroffen und mussten zeitweise oder ständig für Reparatur-, Unterhalts- oder Kontrollarbeiten geschlossen werden. Seit Freitag gehört auch der Montgomery-Tunnel dazu, der seit Mittwoch komplett für den Verkehr gesperrt ist.

DESSART Victoria