Belgiens Drohnen-Erlass endlich EU-konform

Der Königliche Erlass zum Gebrauch von Drohnen in Belgien hat nach einigen Anpassungen endlich grünes Licht von der EU-Kommission bekommen. Dieser Erlass regelt in erster Linie die kommerzielle Nutzung von Drohnen. Den Entwurf zu diesem Erlass hielt die EU-Kommission für zu strikt.

Belgiens Verkehrsministerin Jacqueline Galant (MR) musste die Veröffentlichung ihres Königlichen Erlasses zur kommerziellen Nutzung von Drohnen gleich mehrmals verschieben, denn die EU-Kommission äußerte einige Bedenken dazu. In den Augen der Union war der belgische Entwurf für diesen Erlass zu streng.

So stellte die EU Fragen zu einigen technischen Bestimmungen, z.B. zu einem verpflichteten GPS-System für diese kleinen und unbemannten Flugmaschinen und zu Warnleuchten für Drohnen. Deshalb sah sich die auch für diesen Bereich zuständige Ministerin gezwungen, den Erlass umzuformulieren. Daran beteiligte sie die belgischen Luftfahrtbehörden ebenso, wie den Dachverband der belgischen Drohnennutzer, BeUAS. Letztendlich wurden einige Anforderungen aus dem Text genommen bzw. abgeschwächt und es bleibt eine deutliche Trennlinie zwischen gewerblicher und privater Nutzung, die die EU-Kommission ebenfalls forderte.

Jetzt müssen sich noch Länder und Regionen über den Entwurf zu diesem Drohnen-Erlass beugen und der Staatsrat muss den Text auf juristischer Ebene prüfen. Verkehrsministerin Galant und ihr Kabinett hoffen, dass diese Regelung bis spätestens in diesem Frühjahr in Kraft treten kann.

Zwei Kategorien für die professionelle Ebene

Nutzer von Drohnen, die z.B. Luft- oder Übersichtsaufnahmen von Veranstaltungsgeländen, wie Festival-Wiesen oder Kirmesplätze, anfertigen oder Kontrollflüge bei Windkraftanlagen durchführen möchte, der gehört in Zukunft in die Kategorie 1. Drohnen aus dieser Klasse dürfen bis zu 150 kg. wiegen und bis zu einer maximalen Flughöhe von 91 m eingesetzt werden. Die jeweiligen Nutzer müssen 18 Jahre alt sein und über einen Flugschein für Drohnen verfügen. Zudem müssen ihre Fluggeräte behördlich angemeldet sein.

Zur 2. Kategorie gehören Drohnen mit einem Maximalgewicht von 5 kg und einer maximal zugelassenen Flughöhe von 45 m. Die Nutzer müssen mindestens 16 Jahre alt sein und sie sollten über eine bestandene theoretische Prüfung in Sachen Drohnenbedienung verfügen. Doch auch Drohnen der Klasse 2 müssen registriert werden.