DG und Flandern frischen ihre Kooperation auf

Die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens ist zwar ein Teil des belgischen Bundeslandes Wallonien, doch auch mit Flandern unterhalten die Ostbelgier seit langem gute Beziehungen. Vor mehr als 30 Jahren vereinbarten beide Regionen ein entsprechendes Kooperationsabkommen, das jetzt erneuert wurde.

Das erste Kooperationsabkommen zwischen Flandern und der DG stammt aus dem Jahr 1985. Aber das Papier bedurfte inzwischen einer weiteren Anpassung. Im Zuge mehrerer aufeinander folgender Staatsreformen in Belgien wurde das Abkommen 2001 ein erstes Mal erneuert, doch auch danach erfolgten weitere Stufen der Staatsreform und der Staat Belgien gab den Ländern und Regionen stets mehr Zuständigkeiten ab.

Auch aus diesem Grunde wurde jetzt ein zweites Mal aktualisiert und das Kooperationsabkommen zwischen Flandern und der DG den heutigen gesellschaftlichen und institutionellen Gegebenheiten angepasst. Oliver Paasch (ProDG - Foto oben), der Ministerpräsident der Deutschsprachigen Gemeinschaft, und sein flämischer Amtskollege Geert Bourgeois (N-VA - kl. Foto) unterzeichnen das neue Kooperationsabkommen zwischen den beiden belgischen Regionen am Mittwochvormittag in Brüssel.

„Unsere beiden Teilstaaten bestätigen mit diesen erneuerten Kooperationsabkommen die guten Beziehungen, die wir untereinander haben und wir bestätigen damit den Willen, die gute Zusammenarbeit fortdauern zu lassen und weiter zu vertiefen.“, sagte Bourgeois nach der gemeinsamen Unterzeichnung des Abkommens. Nach Ansicht von DG-MP Paasch sind solche Kooperationsabkommen zwischen den Teilstaaten in erster Linie praxisorientierte aber sehr konkrete Übereinkünfte, die z.B. den Austausch von Expertise betreffen.