Knokkes Bürgermeister: "Guantanamo ohne Folter"

Leopold Lippens (Archivfoto), der Bürgermeister des mondänen Küstenbadeorts Knokke, hat sich ebenfalls in die Diskussion zur Furcht vor illegalen Flüchtlingslagern an der belgischen Nordseeküste, falls die Franzosen den „Jungle“ von Calais schließen, eingemischt. In seiner unnachahmlichen Art hat er einen ganz besonderen Vorschlag unterbreitet.

Die Vorstellung, dass illegale Einwanderer und Flüchtlinge auf ihrem Weg ins gelobte Land England ein Zeltlager, wie die von Calais oder Dünkirchen in Nordfrankreich, irgendwo an der belgischen Küste aufbauen könnten, treibt auch Knokkes Bürgermeister Leopold Lippens Sorgenfalten auf die Stirn.

Er sagte gegenüber der flämischen Wirtschaftszeitung De Tijd und unseren Kollegen des frankophonen öffentlich-rechtlichen Rundfunks RTBF, dass es nur zwei Möglichkeiten gebe, wenn Menschen in Belgien einwandern: Entweder würden sie die Bedingungen erfüllen, in unserem Land zu bleiben oder sie würden sich hier illegal aufhalten und müssten schnellstens das Land verlassen.

Solche illegalen Einwanderer will Bürgermeister Lippens festnehmen und nach spätestens zwei Tagen in das Land ihrer Herkunft zurückschicken. Während dieser zwei Tage sollte man die Betroffenen „in ein Lager wie Guantanamo einsperren. Ohne Folter aber mit sanitären Anlagen!“