"Griechenland muss geholfen werden"

In Brüssel sind am heutigen Donnerstag die EU-Innen- und Justizminister zusammengekommen, um sich über die Flüchtlingspolitik und die Grenzen in Europa zu beraten.

Auf den einseitigen Entschluss der Balkanländer und Österreich, strengere Grenzkontrollen einzuführen, reagierten die Minister mit Bedauern. Dies führe zu einem Rückstau tausender Flüchtlinge in Griechenland. 

Sollte die vereinbarte gleichmäßigere europäische Verteilung von Flüchltingen auf die Mitgliedstaaten nicht in die Tat umgesetzt werden, droht Griechenland der EU mit der Blockierung politischer Beschlüsse.

Der belgische Staatssekretär für Asyl und Migration, Theo Francken (N-VA), kritisiert die Balkanländer, aber auch die Griechen, die selbst ebenfalls dafür sorgen müssten, dass die Flüchtlinge, die in den Hotspots ankämen, nicht einfach weiterreisten.

"Dass sich zu einem gewissen Zeitpunkt mehrere tausende, zehntausende, möglicherweise hunderttausende Personen in den Hotspots in Griechenland befinden, war immer das Ziel und danach werden sie verteilt", so Francken.

"Diese Situation bezieht sich auf das 'Heute'. Es müssen jedoch konstante Beziehungen aufgebaut werden, nur so kann das System funktionieren. Griechenland muss dabei unterstützt werden. Lassen Sie uns den Griechen helfen, denn alleine gelingt das nicht. Lassen Sie uns die Hotspots europäisch organisieren und gemeinsam eine Lösung finden."

Weiter betonte Francken in der VRT: "Es ist die letzte Chance, sonst wird sich schon in wenigen Wochen zeigen, dass einige Länder noch viel drastischere Maßnahmen einführen. Und dann wird es sehr schnell bergab gehen."