Brabanter Zugpferd bald Weltkulturerbe?

Die mächtigen Arbeitspferde sollen im Auftrag der Provinz Flämisch-Brabant und des Zentrums für Agrargeschichte (CAG) genauer untersucht werden. Mit dem Ergebnis der Forschungsarbeit wollen Züchter und Behörden eine Dokumentation vorbereiten, um bei der Unesco die Eintragung der Pferderasse Brabanter Zugpferd in der Liste des immateriellen kulturellen Erbes der Menschheit zu erreichen.

Mit einer Literaturstudie, Fotos, Postkarten, Gemälden, Filmmaterial, Stammbüchern, Werbeplakaten, Medaillen, Schmiedewerkzeugen, Pferdegeschirr und ähnlichem verfügbarem Infomaterial will das Zentrum für Agrargeschichte die Bedeutung des Brabanter Zugpferdes in Flämisch-Brabant dokumentieren. Dies soll unter anderem mit einem Dokumentarfilm geschehen.

Schon seit vielen Jahren nutzt die Provinz die Pferderasse für touristische Image-Kampagnen. Seit 2011 zahlt sie Züchtern für jedes neugeborene Fohlen eine Prämie von 200 € und die müssen dafür als Gegenleistung dem Namen des Tieres den Zusatz „aus Flämisch-Brabant“ geben, was sich inzwischen zu einem Qualitätslabel entwickelt hat. Aufgrund der Prämie stieg die Zahl der Züchter um ein Viertel auf 115.

Die Provinz subventioniert auch die Organisation des ‚Tages des Brabanter Zugpferdes‘ in Vollezele, der vergangenes Jahr schon zum fünften Mal stattfand.