Delhaize ist bald Teil der "Kgl. Ahold Delhaize"

Die belgische Warenhauskette Delhaize fusioniert bekanntlich mit der niederländischen Discounterkette Albert Heijn, die zur Ahold-Gruppe gehört. Nach der Fusion wird das Unternehmen „Königliche Ahold Delhaize“ heißen. Die Gruppe erhielt dazu die Zustimmung des niederländischen Königshauses.

„Seine Majästät, der König der Niederlande, hat dem Antrag von Ahold, das Prädikat ‚Königlich‘ nach der Fusion nutzen zu dürfen, zugestimmt.“, teilte die niederländische Warenhausgruppe dazu mit. Ahold darf den Titel „Königlich“ bereits seit 1987 tragen.

In diesem Jahr feierte das Unternehmen seinerzeit hundertjähriges Bestehen. Jetzt holte sich die Gruppe die Zustimmung dafür, dieses Prädikat auch nach der Fusion mit der belgischen Delhaize-Gruppe weiter tragen zu dürfen - auch wenn der Zusammenschluss der beiden Gruppen weitreichende Veränderungen in der Unternehmensstruktur mit sich bringt.

Ahold aus den Niederlanden und Delhaize aus Belgien kündigten Ende Juni 2015 an, dass beide Unternehmen Mitte 2016 fusionieren würden und zu einer niederländischen Gruppe würden. Nach der Fusion, die mit Zustimmung der Aktionäre wohl bald abgerundet werden kann, wird die Gruppe zu einem Supermarktriesen mit über 6.500 Warenhäusern in Europa und den USA. Die Gruppe wird dann rund 375.000 Mitarbeiter beschäftigen.

Vor der Fusion musste Delhaize nach schwachen Geschäftsergebnissen umstrukturieren, was viele Jobs kostete und die Schließung von Geschäften und Vertriebslagern zufolge hatte. Die Fusion mit den Niederländern kam quasi zur rechten Zeit. Durch die Fusion muss die Gruppe aber aufgrund der europäischen Wettbewerbsregelungen weitere Supermärkte in jeweils beiden Ländern abstoßen.