Gesundheitsrat hält Nuklearkatastrophe wie in Fukushima auch hier für möglich

Eine große Nuklearkatastrophe wie in Fukushima könnte auch in Belgien passieren und darauf sei man hierzulande nur unzureichend vorbereitet. Das sagt der Hohe Gesundheitsrat fünf Jahre nach Fukushima in einer Empfehlung zum Katastrophenplan.

Der Hohe Gesundheitsrat zieht drei Schlüsse aus den Geschehnissen von Fukushima: 1. Wir müssen aufhören zu denken, dass ein schwerer Nuklearunfall bei uns nicht passieren kann. 2. Radioaktivität kann ein sehr großes Gebiet treffen und 3. Die Folgen können noch sehr lange Zeit spürbar sein. 

Wir seien uns dessen viel zu wenig bewusst, unterstich der Strahlenexperte Gilbert Eggermont im VRT-Radio an diesem Dienstag. "Wir sind auf langfristige Kontaminationen großer Gebiete wie in Japan, wo 5 Jahre danach 10.000 Menschen noch immer nicht in ihre Häuser können, nicht vorbereitet."

Die Botschaft richtet sich an alle Dienste, die unter der Koordination des Krisenzentrums stehen und die in die Notfallplanung eingebunden sind.

Die Vorbereitung könnte eindeutig besser sein, meint Eggermont. Zu diesem Schluss komme er nach Gesprächen mit vielen Personen dieser Dienste. Man solle sich doch der Risiken und Folgen und manchmal auch der Komplexität mehr bewusst werden.

Der Gesundheitsrat betonte auch noch, dass Notfallpläne hierzulande besonders wichtig seien, weil Belgien so dichtbevölkert sei und weil in diesem Land und direkt hinter den Grenzen sehr viele Atomkreaktoren stünden.