Unternehmen schmieden Verkehrsplan für Belgien

Der Verband belgischer Unternehmen (VBO) hat einen strategischen Verkehrsplan für Belgien erstellt. Darin stehen 50 Maßnahmen, um gegen die Verkehrsprobleme im gesamten Land vorzugehen.

Der VBO will die Pläne in den kommenden Wochen allen Verkehrsministern und sämtlichen betroffenen Parteien, darunter auch den Verkehrsgesellschaften, vorlegen. 

Pieter Timmermans vom belgischen Unternehmerverband betonte im VRT-Radio an diesem Dienstag: "Die Immobilität kostet uns jährlich 2 Prozent des Bruttoinlandsproduktes."

Das seien enorm hohe Kosten. Man schlage deshalb einen globalen Masterplan vor, an dem alle mitarbeiten müssen. "Heute ist es doch so, dass das Arbeitsrecht, zum Beispiel hinsichtlich der Telearbeit föderal organisiert ist. Die NMBS ist föderal. Investitionen in die Infrastruktur sind eine regionale Angelegenheit und die Raumordnung ist oftmals noch lokal. Wenn wir einem Verkehrsinfarkt zuvorkommen wollen, müssen wir erst einen Plan entwickeln und danach muss jeder die nötigen Maßnahmen auf seinem Niveau nehmen und umsetzen."

Der Verband ist Befürworter einer Verkehrsmaut für alle Fahrzeuge und fordert zudem, dass wenig benutzte Bahnlinien durch Buslinien ersetzt werden.

Ab 1.4. müssen 3,5-Tonner eine Kilometerabgabe bezahlen - dies gilt auch für ausländische Lkw

Am dem 1. April 2016 müssen Lkw ab 3,5 Tonnen auf belgischen Autobahnen und Überlandstraßen (Regionalstraßen) eine Kilometerabgabe bezahlen. (Bislang mussten lediglich Fahrzeuge ab 12 t eine Eurovignette mitführen.)

Schätzungsweise 350.000 Lkw werden ein Gerät mit sich führen, das ihre gefahrenen Kilometer berechnet. Derzeit werden die Apparate an die betroffenen Lkw verteilt und die Fahrzeuge registriert.

Auch ausländische Lkw werden zur Kasse gebeten. Um sie über die Einführung des neuen Mautsystems zu unterrichten, wurden entlang der Autobahnen Hinweistafeln aufgestellt.