Weniger illegale Migranten durch die Grenzkontrollen

Die Kontrollen an der belgisch-französischen Grenze haben dafür gesorgt, dass deutlich weniger illegale Einwanderer den Weg nach Zeebrügge finden, um von dort aus zu versuchen, Großbritannien zu erreichen. Offenbar wirken die Grenzkontrollen entmutigend auf die so genannten „Transmigranten“.
James Arthur Photography

Nach Angaben des westflämischen Provinzgouverneurs Carl Decaluwé wurden bis vor einigen Wochen 64 % aller in seinem Zuständigkeitsbereich aufgegriffenen illegalen Einwanderer in der Umgebung des Hafens von Zeebrügge gestellt. Seit Februar allerdings sank diese Zahl um 39 %.

Bis zu den Grenzkontrollen, die z.B. an den Grenzübergängen zu Frankreich in De Panne und Veurne durchgeführt werden, waren die Zahlen eher dramatisch. Anfang Februar griff die Polizei in Westflandern fast 1.000 Transmigranten auf - fast alle an der Nordseeküste. Im gesamten Monat Februar im vergangenen Jahr wurden gerade einmal 115 illegale Einwanderer auf dem Weg nach Großbritannien hier gestellt.

Seit der Einführung der Grenzkontrollen in der vergangenen Woche - auch unter dem Einfluss der Räumung des „Dschungels“ von Calais - griff die belgische Polizei dort rund 750 Personen auf. Die allermeisten von ihnen wurden nach Frankreich zurückgeschickt, einige jedoch baten in Belgien um Asyl und wurden nach Brüssel gebracht. Nach Ansicht des Provinzgouverneurs wirken sich die Grenzkontrollen, die im Nachbarland Frankreich und in Teilen der EU umstritten sind, auf die Illegalen „entmutigend“ aus.

Dieser Rückgang ist in der Umgebung von Zeebrügge deutlich zu spüren. Die Grenzkontrollen haben aber auch noch einen ganz anderen Nebeneffekt. Die Polizei wurde an der Grenze zu Frankreich bisher bereits 16 Schleusern habhaft.