Buchmesse: Weiterer Zuschuss für die Teilnahme

Die flämische Landesregierung hat der Literaturstiftung VFL (Vlaams Fonds voor de Letteren) einen Zuschuss über 400.000 € für die Organisation der flämisch-niederländischen Teilnahme an der diesjährigen Frankfurter Buchmesse zuerkannt. Flandern und die Niederlande sind dieses Jahr Gastland und stellen sich als ein Sprachengebiet vor.
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Wenn dieses Jahr im Oktober die 68. Frankfurter Buchmesse stattfindet, dann ist das Gastland ein aus zwei sich gemeinsam präsentierenden Sprachregionen. Das belgische Bundesland Flandern und die Niederlande stellen sich in Frankfurt gemeinsam vor, denn in beiden Ländern ist Niederländisch die Mutter- und Amtssprache. Insgesamt stellen beide Länder 6 Mio. € für diese Präsentation zur Verfügung, wovon 2,4 Mio. € aus öffentlichen Mitteln finanziert werden.

Flanderns Ministerpräsident Geert Bourgeois (N-VA - kl. Foto) ist gleichzeitig auch zuständig für die Außenpolitik seines Bundeslandes und aus diesem Ministerium kommt der Organisationszuschuss von 400.000 €. Für MP Bourgeois ist diese Präsentation auf internationaler Literaturebene ein wichtiges Unterfangen:

„Unter dem Motto ‚Dies ist was wir teilen‘ bietet die Buchmesse ein einmaliges Podium, um der Welt unsere Sprache und unsere Literatur zu präsentieren. Die Buchmesse liefert auch einen wichtigen wirtschaftlichen Mehrwert. Das ist für unsere Herausgeber und unsere Autoren nicht zu unterschätzen. Schon 1993 bildeten Flandern und die Niederlande gemeinsam einen ‚Schwerpunkt‘ auf der Frankfurter Buchmesse. Diese Präsentation bedeutete damals den internationalen Durchbruch der niederländisch-sprachigen Literatur.“

Die praktische Organisation liegt in Händen des Vlaams Fonds voor de Letteren (VFL) und des Nederlands Letterenfonds (NLF), die jeweilige Literaturstiftung. Kultureller Intendant und Kurator der flämisch-niederländischen Buchmesse-Partnerschaft ist der aus der Provinz Westflandern stammende Schriftsteller Bart Moeyaert.

Bart Moeyaert

Mit Bart Moeyaert (Foto) haben die beiden Literaturstiftungen einen Autoren zum künstlerischen Leiter ihres Auftritts in Frankfurt gemacht, der nicht nur in Literaturkreisen in Flandern und den Niederlanden geschätzt wird, sondern der auch im niederländischen Sprachraum gerne gelesen wird. Moeyaert ist auch Geschäftsmann und darüber hinaus Stadtdichter in Antwerpen.

Moeyaerts Werke sind in 21 Sprachen übersetzt worden und alleine 19 Titel erschienen in deutscher Übersetzung überwiegend im Carl Hanser-Verlag. Der flämische Autor arbeitet gerne in Deutschland, wo er Workshops und Lesungen gibt und wo er auch im Rahmen von Literaturfestivals auftritt. Nicht zuletzt besucht er die Frankfurter Buchmesse seit rund 25 Jahren als Autor und als Gast.

Moeyaet gilt als feinsinniger Autor, der sowohl Poesie, als auch Prosa verfasst und der gerne zwischen den verschiedensten literarischen Genres hin- und her wandert und dabei auch Brücken zwischen Schriftstellern baut, die sich vielleicht von selbst niemals zu gemeinsamen Projekten getroffen hätten.