Gent: Das Asyl-Ponton wird endlich bezogen

Was lange währt, wird endlich gut? An diesem Montag zogen nach langem amtlichen Hin und Her die ersten 22 Bewohner des Flüchtlings-Pontons im Hafen von Gent ein. Vorläufig wird die Zahl der dort wohnenden Flüchtlinge auf 100 Personen begrenzt. Ursache für die lange Dauer des Zulassungsverfahren ist u.a. der Brandschutz.

Die Saga um das Asyl-Ponton im Hafen von Gent könnte in den kommenden Tagen endlich ein Ende finden. Der Ponton hatte bereits Anfang Februar angelegt und es war vorgesehen, nach einigen Anpassungsarbeiten ab dem 15. Februar bis zu 250 Flüchtlinge dort unterzubringen. Doch sofort kam es zu Problemen.

Alles fing damit an, dass der Ponton falschherum angelegt hatte. Der Zugang zu den Wohnungen dort lag an der Wasserseite. Am Kai lag demnach die Rückseite der Wohncontainer des Pontons…

Danach kontrollierte die Feuerwehr die Anlagen und verlangten einige weitere Änderungen. Inzwischen ging das belgische Ausländeramt Fedasil, dass den Ponton betreut, auf diese geforderten Maßnahmen ein. Doch vorerst dürfen dort nur 100 Personen einziehen. Bevor tatsächlich eine Freigabe für 250 Bewohner gegeben wird, will die Feuerwehr noch einmal eine Analyse der Brandschutzbestimmungen vornehmen.

Bei Fedasil heißt es dazu, dass man nicht unter Druck stehe, denn die Inbetriebnahme eines Flüchtlings-Wohnheims mit hoher Kapazität nehme immer viel Zeit in Anspruch. Binnen der kommenden beiden Wochen soll die Feuerwehr aber alle Brand- und Rauchmelder, sowie die Sprinkleranlage des Wohnpontons in Augenschein genommen haben.