UCI zum Motor im Rad: Lebenslange Sperre?

Der internationale Radsportverband UCI will die erst 19 Jahre alte Nachwuchsfahrerin Femke Van den Driessche (Foto) lebenslang sperren. Bei der jungen Radsportlerin wurde am Rande der WM in Zolder (Prov. Limburg) im Januar ein Crossrad gefunden, in dem ein versteckter Motor verborgen war. Die entsprechende Nachricht ging um die Welt.

Die Nachwuchsfahrerin Femke Van den Driessche muss sich am 15. März vor dem Disziplinar-Ausschuss der UCI verantworten. Der Verband fordert eine lebenslange Sperre für die junge Frau, bei deren Materialwagen am Rande der WM in Zolder ein Rennrad mit versteckten Motor entdeckt wurde.

Die UCI hatte in Zolder zum ersten Mal mit entsprechender Technik nach verborgenen Antriebstechniken in Wettbewerbsrädern gesucht. Mit der Entdeckung bei Van den Driessche wurde bestätigt, was seit Jahren vermutet wird, nämlich das verstärkende Antriebe Radprofis verbotenerweise in ihrer Leistung unterstützen können.

Van den Driessche sagte einen Tag nach dem Rennen, dass das von der UCI kontrollierte Rad nicht das ihre gewesen sei, sondern das von einem Bekannten - Ex-Radrenner Nico Van Muylder. Dieser bestätigte diese Aussage eine Woche später. Van Muylder soll sein Rad, offenbar exakt das gleiche, wie das der Sportlerin, nach einem Training an deren Materialwagen gelehnt haben, wo es ein Versorger geputzt und irrtümlich eingeladen haben soll.

Ob diese Geschichte den Kopf von Femke Van den Driessche retten kann, sei dahingestellt. Die UCI will „eine strenge Strafe bei einem vagen Reglement“ anwenden, wie deren Vorsitzender Brian Cookson dazu sagte. Und die öffentliche Meinung im Radsport geht nach dieser Skandalmeldung ohnehin von einer deutlichen Sperre gegen die junge Belgierin aus.