Versicherungen gegen Cybermobbing im Trend

Stets mehr Belgier entschließen sich dazu, eine Versicherung gegen Diffamierung in den sozialen Netzwerken im Internet abzuschließen. Die Versicherungsgesellschaften, die solche Produkte anbieten, verpflichten sich dazu, die juristischen Kosten bei Klagen und die Folgekosten des Entfernens von Cybermobbing im Netz zu übernehmen.
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Letztes Jahr haben rund 10.000 Belgier dazu entschlossen, sich gegen Cybermobbing und Diffamierung im Internet zu versichern. 2014 war die Zahl der entsprechenden Abschlüsse gerade einmal halb so hoch. Auf privater Ebene betrifft dies neben Rufmord auch Einträge, die man selbst unbedacht ins Netz stellt. Eltern können auf diesem Wege z.B. peinliche Texte, Fotos oder Videos ihrer Kindern aus dem Netz entfernen lassen. Doch nicht nur einzelne Bürger und Privatpersonen versichern sich gegen Angriffe aus dem Internet.

Mittlerweile schließen auch immer mehr Firmen und Vereinigungen Versicherungen gegen Ungemach im Internet ab. Dabei geht es in erster Linie um Rufschädigung, üble Nachrede oder um Cyberangriffe, die ein Unternehmen schlecht machen sollen. Neben rechtlichen Möglichkeiten dagegen vorzugehen, ist eine entsprechende Versicherungspolice ein weiterer Weg, aus solchen Situationen herauszukommen.

Die Versicherungen bieten nicht nur an, bei Klagen die Kosten für einen Rechtsstreit zu übernehmen. Sie haben auch im Angebot, rufschädigende Einträge aus dem Internet bzw. aus den sozialen Netzwerken zu entfernen oder Suchmaschinen derart zu manipulieren, dass entsprechende Informationen, wenn überhaupt, erst ganz hinten bei Suchaufträgen aufgerufen werden können.