Stromversorgung laut Ministerin nicht sicher

Nach Ansicht von Bundesenergieministerin Marie Christine Marghem (MR) ist die Stromversorgung in Belgien nicht abgesichert, auch nicht nach dem die Pannenreaktoren Doel 3 und Tihange 2 wieder ans Netz gegangen sind. Dies ließ die liberale frankophone Ministerin die EU-Kommission wissen, die Fragen zur belgischen Atompolitik hat.
A2012

Anfang Februar sendete die EU-Kommission der belgischen Bundesregierung einen kritischen Fragenkatalog zur Laufzeitverlängerung der Meiler Doel 1 und 2 sowie Tihange 1. Fragen hat Europa auch zur Wiederinbetriebnahme der lange Zeit wegen Haarrissen in der Reaktorummantelung stillgelegten Meiler Doel 3 und Tihange 2.

Energieministerin Marghem (kl. Foto) gab der EU-Kommission laut einem Bericht der flämischen Tageszeitung De Standaard zu verstehen, dass die Stromversorgung in Belgien nicht wirklich gesichert sei, auch nicht nach dem Neustart der beiden Pannenreaktoren. Um das Land sicher mit Elektrizität zu versorgen, sei man auf die Laufzeitverlängerung der 40 Jahre alten Meiler Doel 1 und 2 angewiesen.

Ein Problem der Stromversorgung liege bei der Tatsache, so Marghem, dass die Einfuhr von Elektrizität aus dem Ausland wegen der internationalem Marktpreise unter Druck stehe. Inzwischen gab der Energieausschuss des belgischen Bundesparlaments in der Nacht zum Mittwoch grünes Licht für das Abkommen zwischen dem belgischen Staat und dem Energiemulti Electrabel zur Laufzeitverlängerung der beiden Meiler. Dem Abkommen muss das Plenum der Ersten Kammer im belgischen Bundesparlament noch zustimmen.

Jasper Jacobs