Abkommen zu nachhaltiger Schifffahrt unterzeichnet

Das belgische Verkehrs- und Transportministerium und Staatssekretär Bart Tommelein (Open VLD), zuständig für die Belange der Nordsee innerhalb der Bundesregierung, haben in London zwei Verträge unterzeichnet, nach denen die Schifffahrt nachhaltiger werden soll und die maritime Umwelt besser geschützt werden soll.

Das Belgien diese Verträge unterzeichnet, beweist für Staatssekretär Tommelein, dass unser Land ganz auf das ‚Blaue Wachstum‘ setzt, sprich auf das Wachstum der Schifffahrt. Aber nicht zu gleich welchen Bedingungen. Diese Verträge sehen zum Beispiel vor, dass bei der Entwicklung von neuen Schiffen gleich mit eingeplant werden soll, dass sie nach ihrer Außerdienststellung recycelt werden können.

Dabei sollen von vorne herein potentiell gefährliche und umweltschädliche Materialien weitestgehend vermieden werden.

Belgien ist erst das vierte Land weltweit, dass diese Verträge unterzeichnet. Sie treten allerdings erst in Kraft, wenn sie von insgesamt 15 Ländern unterzeichnet werden. Unter anderem hatte die Abfallbehörde OVAM des belgischen Bundeslandes Flandern darauf gedrängt, dass unser Land diese Verträge unterzeichnet.

Beim Verkehrs- und Transportministerium in Brüssel hieß es dazu: „Es ist enorm wichtig, dass alle Schiffe, die in unseren Häfen einlaufen, unter den gleichen Bedingungen fahren. Wenn man die Ambition hegt, schlechte Verschrottungspraktiken in der Welt zu verbannen, dann ist das unumgänglich.“

Ballastwasser-Vertrag

Der „Ballastwasser-Vertrag“ soll vermeiden, dass Wasser, dass in den Tanks von Schiffen für Stabilität sorgen, beim Ablassen ins Meer Umweltschäden verursachen. In diesem Wasser können sich Organismen befinden, die der maritimen Natur Schaden zufügen können. Das will Belgien mit der Unterzeichnung dieses Vertrags zu vermeiden helfen.

Für Nordsee-Staatssekretär Tommelein sind solche Verträge auch ökonomisch wichtig: „Die Schifffahrt ist für die belgische Wirtschaft enorm wichtig. Darum ist es essentiell, dass die Schifffahrt nicht nur sicher, sondern auch nachhaltig ist. Wir setzen voll und ganz auf das ‚Blaue Wachstum‘, doch wir wollen den Schutz der maritimen Umwelt dabei nicht aus den Augen verlieren.“