Flüchtlinge: Anpassung des Anmeldeverfahrens

Das belgische Ausländeramt wendet seit einigen Tagen ein neues Verfahren bei der Anmeldung und Registrierung von Flüchtlingen oder Asylsuchern an. Das Verfahren in Brüssel dauert jetzt zwei Tage lang und wird mit der Abnahme der Fingerabdrücke eingeleitet.

Ein Flüchtling, der sich bei der Ausländerbehörde in Brüssel als Asylbewerber anmeldet, muss seit einigen Tagen zuerst seine Fingerabdrücke registrieren lassen. Danach bleibt er einen Tage lang in einem der Brüsseler Erstaufnahme-Zentren, um am Tag danach den eigentlichen Asylantrag stellen zu können.

Die Ausländerbehörden und das Kabinett von Belgiens Asyl- und Einwanderungs-Staatssekretär Theo Francken (N-VA) haben dieses System aus Gründen der Sicherheitskontrolle eingeführt. Damit hoffen die Behörden, so genannte „Transmigranten“, also Flüchtlinge, die auf dem Weg auf die britischen Inseln Belgien lediglich als Etappe nutzen wollen, und die Schlepper, die die Reise dorthin organisieren, abzuschrecken.

Indessen meldet das Rote Kreuz, dass sich immer weniger Flüchtlinge bei den Behörden melden, um Antrag auf Bleiberecht oder Asyl zu stellen. In den vergangenen Wochen werden im Durchschnitt täglich 115 Flüchtlinge oder Asylsucher hier vorstellig.