Vorabkommen bei der Bahn sieht Personalabbau vor

Das Vorabkommen zwischen der belgischen Bahngesellschaft NMBS/SNCB und den Eisenbahner-Gewerkschaften zu einem neuen Sozialabkommen sieht vor, dass die Bahn gegen Ende 2018 mit rund 2.200 Mitarbeitern weniger auskommen soll. Dieses Vorabkommen kam nach langen Verhandlungen zustande, nach dem ein früherer Entwurf Ende 2015 verworfen worden war.
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Das vorliegende Abkommen wird von den beteiligten ‚Protokollabkommen‘ genannt. Am Zustandekommen des Abkommens waren die Direktion der Bahn, die bahneigene Infrastrukturgesellschaft Infrabel, der bahneigene Personaldienstleister HR Rail und die Gewerkschaften beteiligt.

Der Text dieses Abkommens sieht vor, dass die Bahn am 31. Dezember 2018 mindestens 31.765 Mitarbeiter beschäftigen muss. Das bedeutet, dass die NMBS/SNCB mit knapp 2.200 Kollegen weniger auskommen muss. Genau aufgeteilt bedeutet dies, dass die NMBS/SNCB Holding dann 18.392 Mitarbeiter haben wird und Infrabel 11.009. Bei HR Rail sollen ab dann mindestens 728 Beschäftigte aktiv sein und die restlichen rund 900 Eisenbahner arbeiten für Filialen, wie die z.B. Gütersparte B-Logistics.

In den kommenden Tagen legen die Gewerkschaften dieses Vorabkommen ihrer jeweiligen Basis zur Abstimmung vor. Unterdessen wirbt die Bahn massiv neue Mitarbeiter an, auch wenn der Personalbestand, wie hier vorgesehen, in den kommenden beiden Jahren schrumpfen soll. Das liegt daran, dass in den nächsten Jahren ein nicht unerheblicher Teil der belgischen Eisenbahner in den Ruhestand geht.