Neue Spielregeln für die Förderung internationaler Aktivitäten

Auf Vorschlag des flämischen Ministerpräsidenten, Geert Bourgeois (kleines Foto), hat die flämische Regierung die Regeln für die Anerkennung von Subventionen zur Förderung von Wirtschaftsaktivitäten internationaler Firmen reformiert.
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"Flandern lebt vom Export. Um die Internationalisierung der flämischen Wirtschaft zu stärken, haben wir die Finanzierungsinstrumente reformiert", betonte Geert Bourgeois, der auch für die Außenpolitik Flanderns zuständig ist. Man wolle künftig die vorhanden Mittel noch zielgerichteter einsetzen, deshalb habe man ein neues Subventionssystem erarbeitet, bei dem die Regierung vor allem auf Start-ups und aufstrebende Volkswirtschaften setze, heißt es in dem Pressebericht aus dem Kabinett des Ministerpräsidenten an diesem Freitag.

Flandern sei bestrebt, die Ziele des Regierungsabkommens zur weiteren Internationalisierung der flämischen Wirtschaft zu erfüllen und setze deshalb auf eine Doppelstrategie: Nicht-spezifische, sogenannte generische Beihilfen in Kombination mit internationalen maßgeschneiderten Lösungen.

Die Schwerpunkte der neuen Regelung sind:

- eine Begrenzung der Zahl der Beihilfearten (von 8 auf 4)

- gleichmäßige Beihilfesätze von 50 Prozent für Unternehmen

- mehr Flexibilität und Entscheidungsfreiheit für die Antragsteller bei den verschiedenen Beihilfearten

- eine größere Konzentration auf Unternehmensgründungen (mit 75%-igem Beihilfeanteil an Unternehmensgründungen)

- ein geringerer Verwaltungsaufwand und nach Möglichkeit ein höherer Digitalisierungsgrad.

Die Reformen im Einzelnen:

Künftig kommen laut flämischer Regierung noch vier bestimmte internationale Aktivitäten für generische Beihilfen in Frage:

1. Vorbereitende Handelsreisen außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums
2. Die Teilnahme an ausländischen Messen oder Nischenveranstaltungen
3. Die Gründung eines ausländischen Prospektionsbüros
4. Die Herstellung von Produktunterlagen und digitale kommerzielle Unternehmenskommunikaton.

Außerdem können Unternehmen, Unternehmensgruppen und gemischte Handelskammern maßgeschneiderte Projekte zur Förderung internationaler Unternehmen einreichen. Mit dieser Möglichkeit will die flämische Regierung noch flexibler auf Projekte von Unternehmen und Firmengruppen eingehen. Dabei legt sie den Fokus auf Schwellenländer und aufstrebende Wirtschaften.