Belgische Hausärzte arbeiten rund 51 St./Woche

Aus einer internationalen Untersuchung geht hervor, dass die belgischen Hausärzte mit einer durchschnittlichen Arbeitswoche von 51 Stunden, im europäischen Vergleich, am meisten arbeiten. Deswegen fordern sie die Einrichtung einer neuen Berufsrichtung: Praxisassistent (w/m).

Bei der internationalen Untersuchung wurde der Hausarztberuf in 34 Ländern, meistens aus Europa, aber auch aus Kanada und Australien verglichen.

In Belgien arbeitet der Hausarzt im Durchschnitt 51 Stunden pro Woche, in den Niederlanden 43 St./Woche und in Schweden 34 St./Woche.

Der Grund für den Arbeitsstundenrekord? Laut Experten ist der Hausarzt in Belgien zu sehr auf sich gestellt. Die Unterstützung einer Sprechstundenhilfe oder einer Krankenschwester sind hierzulande nicht üblich.

Der Unterschied liegt insbesondere im Zahlungssystem: "In Belgien wird der Hausarzt pro Leistung honoriert. Wer als Hausarzt "normal" verdienen möchte, muss eine gewisse Anzahl Leistungen erbringen. In anderen Ländern erhalten die Hausärzte einen "Pauschalbetrag" pro Patient, den sie ggf. für eine Assistenz ausgeben können", so Sara Willems der Universität UGent.

Praxisassistent (m/w)

Die Hausärzte plädieren in den Zeitungen des Mediahuis-Verlags für die Einrichtung eines neuen Berufs: Praxisassistentin oder Praxisassistent. Indem diese Sekretariats- und andere Assistenzaufgaben übernehmen, kann der Hausarzt sich auf das Wesentliche konzentrieren.