Belgier zahlen mehr für Strom und Gas

2007 wurden der belgische Energiemarkt liberalisiert mit dem Versprechen, mehr Wettbewerb sorge für niedrigere Strom- und Gaspreise. Das Gegenteil war der Fall. Die Stromrechnung verteuerte sich um 44,09 Prozent und Gas wurde 12,74 Prozent teurer.

Greg – die Aufsichtsbehörde des belgischen Gas- und Elektrizitätsmarktes – veröffentlichte die Entwicklung der Endverbraucherpreise während des Zeitraums von Januar 2007 bis Dezember 2015. Auf Jahrbasis stieg während dieses Zeitraums der Strompreis belgienweit um 44,09 Prozent mit großen regionalen Unterschieden.

In Flandern verteuerte sich die Stromrechnung für Privathaushalte um 305,22 Euro (+60,87 Prozent), in der Wallonien um 213,44 Euro (+35,42 Prozent) und um 110,07 Euro (+18,81 Prozent) in Brüssel.

Für professionelle Kunden wurde Strom in Flandern und Brüssel im gleichen Zeitraum etwas billiger (-0,84 Prozent)

Erdgas verteuerte sich im gleichen Zeitraum für die Privathaushalte belgienweit um 12,74 Prozent und auch hier sind die regionalen Unterschiede groß: +6,72 Prozent (75,41 Euro) in Flandern, +25,66 Prozent (290,93 Euro) in Wallonien und + 5,48 Prozent (64,54 Euro) in Brüssel. Für Wirtschaftskunden wurde Erdgas im gleichen Zeitraum in Flandern billiger, in Wallonien und Brüssel aber teurer.