Terror-Fahndung: Schüsse in Brüssel

Im Brüsseler Stadtteil Vorst (Forest) ist während einer Haussuchung im Rahmen der Ermittlungen wegen der Pariser Anschläge im vergangenen Herbst auf Beamte der Bundespolizei geschossen worden. Das hat die Brüsseler Staatsanwaltschaft bestätigt. Drei Polizisten wurden verletzt. In der Wohnung haben sich zwei Personen verbarrikadiert.

Zu dem ersten Schusswechsel, bei dem zwei Polizisten leichtverletzt wurden, kam es kurz vor 15.00 Uhr in der Driesstraat (Rue du Dries), in der Nähe des Brüsseler Audi-Werkes. „Als die Polizei läutete, wurde sofort aus der Wohnung geschossen“, so Eric Van der Sypt, Sprecher der Bundespolizei. „Niemand wurde schwerverletzt.“ Wie die RTBf berichtet, wurde durch die Tür geschossen.

 Beim zweiten Schusswechsel gegen 15.20 Uhr wurde noch ein dritter Polizist getroffen. Ein Tatzeuge hörte etwa 30 Schüsse.

Der oder die Schützen sind auf der Flucht. Um wen es sich handelt und wer in der besagten Wohnung gemeldet ist, ist noch unklar. Feststeht, dass ein Zusammenhang zu den Pariser Anschlägen existiert. Ob der seit dem mit allen Mitteln gesuchte Marokko-Belgier Salah Abdeslam in die Schießerei verwickelt war, ist unbekannt.

Belgiens Innenminister Jambon bestätigte unterdessen, dass auch französische Polizisten an der Aktion beteiligt sind.

Das ganze Viertel wurde hermetisch abgeriegelt und über Vorst fliegt ein Hubschrauber Kreise. Ein Sondereinsatzkommando ist im Einsatz. Der Straßenbahnverkehr wurde auf den Strecken 82 und 97 zwischen den Haltestellen Wiels und Neerstalle unterbrochen. In der Nähe des Tatorts dürfen Kinder ihre Schulen nicht verlassen. Auch die Mitarbeiter des Audi-Werkes dürfen die Fabrik nicht verlassen.