Ethiopian Airlines: Zurück zum Brussels Airport

Die Fluggesellschaft Ethiopian Airlines kehr ab Ende März wieder zum Standort Brussels Airport zurück. Eine Zeit lang operierte der Frachtdienst der Gesellschaft von Maastricht aus. Doch jetzt kehr die Airline wieder nach Brüssel zurück und verdoppelt quasi hier ihr Angebot. Doch jetzt sucht hier Jet Airlines das Weite und zieht nach Amsterdam um.

Anfang November 2015 hatte Ethiopian Airlines den Standort Brüssel für ihre Cargoflüge verlassen und sich am Regionalflughafen Maastricht in Niederländisch-Südlimburg niedergelassen. Als Grund dafür gab die Airline an, von Brüssel aus keine Flugrechte für Dubai, Schanghai und Hongkong zu erhalten.

Doch nach entsprechenden Verhandlungen zwischen Belgien und Äthiopien kamen diese permanenten Flugrechte und so kehrt Ethiopian Airlines wieder nach Brüssel zurück. Ab dem 26. März will Ethiopian Airlines pro Woche insgesamt 12 so genannte „Vollfracht-Flüge“ nach Dubai, Honkong, Schanghai und Guangzhou anbieten. Alle diese Cargoflüge starten oder landen am Brüsseler Nationalflughafen in Zaventem tagsüber.

Brussels Airport freut sich darüber, wie CEO Arnaud Feist dazu bemerkt: „Wir bekommen nicht nur die Jobs zurück, die im November mit dem Wegzug der Airline verloren gegangen waren. Wir können auch neue Jobs schaffen, denn Ethiopian Airlines verdoppelt ihre wöchentlichen Flüge im Vergleich zum vergangenen Jahr.“

Jet Airways zieht es nach Schiphol

Die Rückkehr der Cargo-Gesellschaft Ethiopian Airlines nach Brüssel mag dort Freude ausgelöst haben, doch gleichzeitig verliert der belgische Nationalflughafen einen wichtigen Reiseanbieter. Die indische Gesellschaft Jet Airways verlässt die belgische Hauptstadt in Richtung Amsterdam-Schiphol. Ab dem 27. März wird dieser Flughafen in den Niederlanden der neue europäische Hub von Jet Airways. Deren Vorsitzender Naresh Goyal gab dazu an, dass man mi Brüssel gut zusammengearbeitet habe, doch seit sechs Jahren habe man den Umzug nach Amsterdam vorbereitet.

Schiphol biete Jet Airways kommerziell gesehen mehr Möglichkeiten: „Das Netzwerk unseres lokalen Partner Brussels Airlines war zu klein, um unseren Kunden eine ausreichende Anzahl an Anschlussflügen bieten zu können. (…) Auf Schiphol bekommen sie dagegen Zugang zu den Angeboten von KLM-Air France und der amerikanischen Delta Airlines. Dieses umfassendere Angebot gab den Durchschlag für unseren Umzug.“ Der Wegzug von Jet Airways hat möglicherweise den Verlust von mehr als 300 Arbeitsplätzen in Zaventem zur Folge.

BELGA