4 Antwerpener Polizisten sollen suspendiert werden

Die vier Antwerpener Polizisten, die unter anderem der Erpressung von illegal in Belgien lebenden Bürgern und Flüchtlingen verdächtigt werden, werden suspendiert. Das hat der Antwerpener Bürgermeister, Bart De Wever, entschieden.

Für drei der vier Beamte hat der Untersuchungsrichter am Donnerstagmorgen Untersuchungshaft angeordnet. Der vierte Beamte ist unter Auflagen freigelassen worden. Es handele sich um schwere Straftaten, sagt Caroline Vanderstokker von der Staatsanwaltschaft Antwerpen.

"Sie stehen unter Verdacht der Erpressung in Beteiligung an einer kriminellen Gruppe, Diebstahl mit Gewalt, ebenfalls in Beteiligung an einer kriminellen Gruppe und der Körperverletzung. Es gibt ausreichend Hinweise, dass die Polizisten die Verbrechen in Uniform und während ihres Dienstes begingen. Das kommt erschwerend zu den Taten hinzu und wird sich auf das Strafmaß auswirken."

Das Polizeikommissariat, von dem aus die vier Polizisten operierten, liegt an der Handelsstraat in Antwerpen. Das ist eine Straße, in der viele verschiedene ausländische Bürger wohnen. Ähnliche Geschichten über die Polizei dort seien nicht neu, ist von Anwohnern zu hören.

Das Zentrum für Chancengleichheit Unia hat nun ebenfalls eine Untersuchung aufgenommen. Unia will herausfinden, ob rassistische Motive bei den Taten eine Rolle gespielt haben.