In Belgien können Computer zur Überwachung angezapft werden

Die Justiz darf in Kürze im Rahmen von gerichtlichen Ermittlungen Computer und Smartphones auch heimlich anzapfen. Das gleiche gilt für den Geheimdienst.
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Es handelt sich um einen Vorschlag von Justizminister Koen Geens. Der Vorschlag ist auf dem Ministerrat verabschiedet worden. Dem Minister zufolge ähnele die Untersuchungsmehtode dem Abhören von Telefongesprächen.

"Heute können wir schon mit Zustimmung des Untersuchungsrichters Telefone anzapfen. Es ist normal, dass zahlreiche moderne Informationstechnologien auf die gleiche Weise abgehört oder überwacht werden, ohne dass die Betroffenen davon wissen. Es ist nur eine Anpassung der Rechtsvorschriften an die modernen Techniken."

Es handele sich dabei keineswegs um eine Art Big Brother, der alles überwachen wolle. "Es ist einfach nötig, um den Kommunikationswegen von heute folgen zu können - mit den gleichen Mitteln wie beim Telefon früher", sagte Geens im VRT-Radio an diesem Donnerstag.