Antwerpener Hafen plant mehr Züge nach Österreich

Der Hafen von Antwerpen wird in nächster Zukunft internationale Schienenverbindungen ins europäische Inland unterstützen. Die Antwerpener Hafenverwaltung wird Projekte zur Anbindung von Linz in Österreich und von Zielen in Polen und Tschechien finanziell fördern. Die Projekte sind bereits ausgeschrieben.

Die Umschlagszahlen im Antwerpener Hafen sind auch im vergangenen Jahr wieder angestiegen. 2015 wurden rund 200 Mio. Tonnen Waren und Güter dort umgeschlagen. Doch noch immer reichen die Schienenanbindungen des Hafens ans europäische Hinterland nicht aus. Jetzt will der Hafen Projekte zur Anbindung von wichtigen Regionen in Zentral- und Osteuropa per Schiene finanziell fördern.

Damit soll die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Antwerpener Hafens langfristig abgesichert und verstärkt werden.

Insgesamt drei Projekte sollen für die Dauer von mindestens drei Jahre finanziell unterstützt werden: Eine Bahnverbindung nach Linz in Österreich, eine nach Lovosice in Tschechien und eine in Richtung Ballungsraum Warschau, der Hauptstadt Polens.

Schon jetzt verbindet ein Güterzug-Shuttle die oberösterreichische Landeshauptstadt mit dem Hafen von Antwerpen mit drei Zugpaaren pro Woche. Diese Zugfrequenz soll in den kommenden beiden Jahren auf mindestens fünf wöchentliche Verbindungen erhöht werden.

Jointt Venture

Multimodale Logistik- und Transportunternehmen in Österreich und weiteren Zielen östlich davon werden sich freuen, denn ihre Transporte von und zum Antwerpener Hafen werden dadurch einfacher umgesetzt. Rail & Sea NV Antwerpen und die Cargo-Tochter der Österreichischen Bundesbahn (ÖBB) Rail Cargo Logistics Austria (RCA) haben für dieses Projekt bereits ein Joint Venture ins Leben gerufen.