Aus für EuroCity zwischen Brüssel und Basel

Ab dem neuen internationalen Fahrplan, der am 3. April in Kraft tritt, wird kein Reisezug mehr auf direktem Wege von der belgischen Hauptstadt Brüssel aus in Richtung Basel in der Schweiz fahren. Das bedeutet für die traditionsreichen Euro-City-Züge „Vauban“ und „Iris“ nach rund 30 Jahren das endgültige Aus.

Dass die traditionellen Fernzüge in Europa langsam aussterben, ist ein Trend, der seit Jahren spürbar ist. Jetzt trifft es auch die beiden EuroCity‘s „Vauban“ und „Iris“, die rund 30 Jahre lang die belgische und europäische Hauptstadt Brüssel mit Basel in der Schweiz verbanden. Die Fahrt führte dabei über die wallonische Landeshauptstadt Namür und Luxemburg via Metz und Straßburg in die Schweiz.

Der „Vauban“ verband die beiden Städte von Brüssel aus am Morgen und der „Iris“ verließ Brüssel in den Mittagsstunden. Der Zeit der schnellen Hochgeschwindigkeitszüge und der neuen Sicherheitstechniken bei den europäischen Eisenbahnen sind die traditionellen Fernzüge wohl im Wege. Die beteiligten Bahnverwaltungen (NMBS/SNCB in Belgien, CFL in Luxemburg, die französische SNCF und die SBB/CFF in der Schweiz) konnten sich nicht auf einen Weiterbetrieb der EuroCity-Züge nach Basel einigen.

Die Fahrzeiten seien zu lang, hieß es dazu und die luxemburgischen Strecken, auf denen die Züge bisher fuhren, sind noch nicht mit dem europaweit gültigen ETCS-Sicherungs- und Signalsystem ausgerüstet. Ein TGV oder Thalys als Ersatz kommt also nicht in Frage. Belgien und Luxemburg hätte die Züge gerne weiterbetrieben, doch es sollte nicht sein, auch wenn viele Reisende diese Verbindung gerne nutzten - wenn auch nicht unbedingt über die gesamte Distanz hinweg.

Ist der TGV Brüssel-Straßburg ein Ersatz?

Ab dem Stichtag 3. April wird eine neue TGV-Verbindung von Brüssel nach Straßburg in Betrieb genommen. Dieser Zug wird ebenfalls je zweimal am Tag fahren und braucht etwa anderthalb Stunden weniger für die Distanz. Aber, sie berührt Luxemburg nicht mehr. Damit gerät diese international nicht ganz unwichtige Stadt immer mehr ins bahntechnische Abseits. Allerdings bleiben die herkömmlichen IC-Züge zwischen Brüssel und Luxemburg weiter im bisherigen Umfang bestehen. Achtzehnmal fahren die Züge im Tagesverlauf zwischen den beiden EU-Zentren weiterhin hin und her.