Auch Belgiens Nachbarn rüsten gegen Terror auf

Nicht nur in Belgien wurden die Sicherheitsmaßnahmen nach den Anschlägen von Zaventem und Brüssel drastisch verschärft - das Land hat die Terrorwarnstufe erneut im ganzen Land auf 4 angehoben - auch seine Nachbarn 'rüsten gegen den Terror auf'.

In den Niederlanden sind nach den Anschlägen in Belgien zusätzliche Patrouillen am Flughafen von Schipol, Rotterdam und Eindhoven eingesetzt worden, so der nationale Koordinator für Sicherheit und Terrorbekämpfung, Dick Schoof. Er beobachtet die Situation in Belgien. Auch an der Grenze zwischen Belgien und den Niederlanden sind die Kontrollen verschärft worden. 

Die Kontrollen an der Grenze hatten am Dienstagnachmittag bereits zu 35 Kilometern Stau geführt. Die Polizei führte zudem Kontrollen auf mehreren Autobahnen durch. 

Gleichzeitig hat auch Frankreich seine Sicherheitsmaßnahmen am Pariser Flughafen Roissy-Charles-de-Gaulle verschärft. Die französischen Polizeidienste haben ihre Kontrollen an der französisch-belgischen Grenze überdies verschärft, so der westflämische Gouverneur Carl Decaluwé.

Deutschland hat wiederum seine Sicherheitskontrollen am Flughafen von Frankfurt, einer der größten Flughäfen Europas, hochgefahren. Für die anderen Flughäfen könne man nicht sprechen, hieß es zunächst noch bei der Polizei. Man sei dabei, die Situation zu analysieren. Die Grenzen zwischen Belgien und Deutschland werden jedenfalls überwacht.

Ermittlungen laufen auf Hochtouren

Belgien hat inzwischen weitere zusätzliche Soldaten zur Bewachung von Gebäuden im Einsatz. 

Die Ermittlungen nach den möglichen Hintermännern der Terroranschläge laufen auf Hochtouren. Das bestätigte der belgische Premier Charles Michel auf einer Pressekonferenz in Brüssel. Und die belgische Staatsanwaltschaft meldete noch an diesem Dienstagabend, dass die Fahnder bei Hausdurchsuchungen im Brüsseler Stadtteil Schaarbeek eine Nagelbombe, chemische Stoffe und eine IS-Fahne gefunden hätten.