IS bekennt sich zu den Anschlägen in Brüssel

Die Terrorgruppe IS hat sich in einer eigenen Pressemitteilung zu den Anschlägen von Brüssel bekannt. In der entsprechenden Pressemitteilung ist die Rede von mehreren Selbstmordattentätern und von Sprengstoffgürteln und Paketbomben.

Laut IS hätten Terroristen zuerst in Zaventem geschossen und danach hätten mehrere Selbstmordattentäter ihre Sprengstoffgürtel zur Explosion gebracht. Auch in der Metro in Maalbeek soll sich laut IS ein „Märtyrer“ in die Luft gesprengt haben. Doch nach Erkenntnissen unseres Hauses, der VRT, stimmt dies nicht, denn Zeugen haben eine Person flüchten sehen.

Nach Erkenntnissen der Ermittler ist auch einer der Terroristen von Zaventem auf der Flucht. Möglicherweise ist dessen Sprengstoffgürtel nicht explodiert. Die Polizei sucht fieberhaft nach diesen Personen.

Die Terrorgruppe gibt an, Brüssel sei als Anschlagsziel ausgewählt worden, weil unser Land „an der internationalen Koalition gegen die IS teilnimmt.“

Inzwischen kursiert ein Foto aus den Bildern einer Überwachungskamera am Flughafen, dass drei Personen zeigt, von denen zumindest zwei als Verdächtige gelten. Bei einem der Toten in der Abflughalle in Zaventem ist offenbar eine Kalaschnikow gefunden worden.

Die Bundesstaatsanwaltschaft in Brüssel stellte drei Ermittlungsrichter zur Aufklärung der Anschläge an, deren Fachgebiet die Bearbeitung von Terrorismusfällen ist.

Ermittlungen

Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren und es sollen im Brüsseler Raum gleich mehrere Hausdurchsuchungen durchgeführt worden sein. Die Bundesstaatsanwaltschaft gab an, dass im Laufe des Tages mehrere Personen verhört worden seien.

Im Laufe des Tages hat der Kampfmittelräumdienst der Armee (DOVO) in Zaventem und in der Nähe des Brüsseler Königspalastes mindestens zwei verdächtige Gegenstände kontrolliert zur Explosion gebracht.

Auf einem Parkplatz am Flughafen soll zudem ein Sprengkörper in einem verdächtigen Auto unschädlich gemacht worden sein. Hunderte weitere Fahrzeuge sind ebenfalls durchsucht worden.

Polizei und Zivilschutz durchkämmten das gesamte Gelände des Brussels Airport unterdessen auf der Suche nach weiteren verdächtigen Gegenständen. Das war (und ist) ein sehr schwieriges Unterfangen, da das Gelände riesig groß ist und da viele Reisende ihre Gepäckstücke auf der Flucht nach den Explosionen einfach zurückgelassen haben.