Terror: Die Fahndung läuft auf Hochtouren

Die Fahndung nach den Hintermännern der Terroranschläge in Brüssel von Dienstag läuft auf Hochtouren. Bei einer Hausdurchsuchung im Brüsseler Stadtteil Schaarbeek wurden am Dienstagabend eine IS-Flagge, eine Splitterbombe und chemische Produkte entdeckt. Hinweise dazu lieferte ein Taxifahrer.
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Am Dienstag hatte sich ein Taxifahrer bei der Polizei gemeldet, der drei Männer in einer Wohnung in Schaarbeek mit Ziel Flughafen Zaventem abgeholt hatte. Am Brussels Airport angekommen, wollten sich die drei Personen nicht beim Ausladen ihrer Gepäckstücke helfen lassen. Angesichts dessen, was dann im Flughafen kurz darauf passierte, war dem Taxifahrer wohl klar, wer seine Fahrgäste gewesen waren.

Kurz zuvor hatten sich die drei Verdächtigen mit dem Taxifahrer noch gestritten, weil dieser mit einem zu kleinen Auto vorgefahren war. Dadurch konnten sie nur drei ihrer fünf Gepäckstücke mitnehmen. Daraus lässt sich schließen, dass die Terroristen eigentlich noch mehr Bomben im Flughafen explodieren lassen wollten Bei der anschließenden Hausdurchsuchung fanden die Ermittler eine IS-Fahne, eine weitere Splitterbombe und chemische Produkte zur möglichen Herstellung von Sprengkörpern.

Vermutlich waren die Anschläge in dieser Wohnung in Schaarbeek geplant worden. Ob es einen Zusammenhang zwischen dieser Wohnung und einem weiteren durchsuchten Appartement im Stadtteil Vorst gibt, wird noch ermittelt. In Vorst waren kurz nach der Verhaftung des mutmaßlichen Paris-Attentäters Salah Abdeslam Zünder gefunden worden. Das war die Wohnung des Verdächtigen, der zuvor von der Polizei im Zuge einer Razzia erschossen worden war.

Drei Personen in Bayern verhaftet - Zusammenhang?

Am Dienstag nahm die deutsche Polizei in Bayern drei Verdächtige fest. Dabei handelte es sich drei Männer aus dem Kosovo, die mit einem Fahrzeug mit belgischem Kennzeichen unterwegs waren. Die Polizei stoppte deren Wagen auf der Autobahn A 8 und brachte die Insassen zum Verhör zur bayerischen Landespolizei in München. Mindestens einer der Verdächtigen wurde per internationalem Haftbefehl gesucht. Ob es zwischen ihnen und den Attentaten, bzw. zu den Terrorzellen in Brüssel-Molenbeek ein Zusammenhang besteht, ist nicht bekannt.