"Nuklearstandorte genießen besondere Schutzmaßnahmen"

"Die Nuklearstandorte, wie auch alle sensiblen Standorte in Belgien genießen besondere Schutzmaßnahmen", heißt es in einer Presseabteilung von Electrabel an diesem Donnerstag. Electrabel reagiert damit auf die Nachricht des französischsprachigen Fernsehsenders RTBF, dass nach den Ereignissen in Brüssel insgesamt 11 Personen, die im Atomkraftwerk Tihange arbeiteten, die Zugangserlaubnis entzogen wurde.

So war schon nach dem Schusswechsel von Vorst sieben Personen die Zugangserlaubnis entzogen worden. Nach den Attentaten vom Dienstag sei vier Personen der Zugang zur Anlage verweigert worden.

Man solle vorsichtig sein, mit dem was in Artikeln publiziert werde, heißt es beim Kraftwerksbetreiber Electrabel. Der Zugang zur Anlage unterliege strengen Verfahren und spezifischen Kontrollen, so Electrabel. Eine Genehmigung ist absolut notwendig, um auf dem Gelände des Atomkraftwerks, arbeiten zu dürfen. Dies gelte übrigens auch für andere Brennpunkte. "Solche Genehmigungen werden von der belgischen nationalen Sicherheitsbehörde ausgestellt."

Electrabel betonte weiter, dass die Person, die mit Hilfe einer Kamera ausspioniert wurde, nicht zum Personal von Electrabel gehöre und weder im engeren noch im weiteren Sinne mit den Anlagen von Doel oder Tihange zu tun habe. Auf weitere Kommentare zu besagtem Video wolle Electrabel auf Andringen der Behörden verzichten, heißt es noch. Was die laufenden Ermittlungen angehe, verweist Electrabel auf die belgische Staatsanwaltschaft.