"Wir bleiben zusammen, geeint und solidarisch"

Im Rahmen der Mahnwache für die Opfer der Terroranschläge vom vergangenen Dienstag am „Palast der Nation“, wo die beiden Kammern des belgischen Bundesparlaments ihren Sitz haben, sagte Premierminister Charles Michel (MR): „Wir machen keine Zugeständnisse an Hass. Wir bleiben zusammen, geeint und solidarisch.“
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An dieser Zeremonie nahmen das belgische Königspaar, Philippe und Mathilde, die Vorsitzenden von Kammer und Senat, die Präsidenten der Landes- und Regionalparlamente, Vertreter der belgischen Bundesregierung und der verschiedenen EU-Einrichtungen teil. Premier Michel sagte im Rahmen dieser Zeremonie, dass unser Land von verwerflichen, feigen und brutalen Anschlägen getroffen wurde.

Dies sei auch ein Angriff auf unsere Freiheiten gewesen: „Blindwütige Gewalt hat zugeschlagen. Das sind die schwersten Anschläge, die unsere Bevölkerung je getroffen haben. Wir stehen unter Schock, doch wir sind stark und überzeugt, denn dies ist eine Demokratie, die niemand kaputt machen kann.“

Premierminister Michel gab aber auch zu verstehen, dass die Justiz noch vor einer schweren Aufgabe stehe, um die Ermittlungen zu einem guten Ende zu bringen: „Die Ermittlungen laufen. Von Straflosigkeit kann hier keine Rede sein. Es muss völlige Klarheit geschaffen werden. Wir sind den Opfern und deren Familien Antworten schuldig.“

Nach den Ansprachen erklangen am „Palast der Nation“ ruhige Töne, eine zurückhaltend gespielte belgische Nationalhymne und die Europäische Hymne. Anschließend kam es in der Ersten Kammer des belgischen Bundesparlaments zu einem Gedankenausschuss. Man wollte zum jetzigen Zeitpunkt keine politische Debatte führen, hieß es dazu.