Brussels Airlines fliegt ab Lüttich und Antwerpen

Die von der Stilllegung des Brüsseler Nationalflughafens (Foto) nach dem Anschlag von Dienstag betroffene Fluggesellschaft Brussels Airlines, die ihren ‚main hub‘ dort unterhält, weicht bis Sonntag auf die Regionalflughäfen Bierset/Lüttich und Deurne/Antwerpen aus.

Spätestens an Freitag, wenn die Ferien beginnen, geht in Belgien der Osterreiseverkehr los. Normalerweise wäre dann am Nationalflughafen in Zaventem „die Hölle los“, doch jetzt wurde deutlich, dass angesichts der enormen Schäden, die die beiden Bombenexplosionen am vergangenen Dienstag abgerichtet haben, hier ein Flugbetrieb noch lange nicht in vollem Umfang aufgenommen werden kann. Vor Samstag, wie es beim Brussels Airport hieß, werde hier keine Maschine starten oder landen.

Deshalb ist Brussels Airlines bis auf weiteres auf Ausweichmöglichkeiten angewiesen und verlegt einen Teil seiner Flüge auf die regionalen Flughäfen von Lüttich und Antwerpen. In Lüttich/Bierset sind alleine für diesen Donnerstag 44 BA-Flugbewegungen geplant und für Antwerpen/Deurne 20 Starts oder Landungen. Reisende, die bei Brussels Airlines Flüge gebucht haben und diese lieber annullieren oder verlegen wollen, können dies noch bis zum 28. Februar tun. Die BA erstattet diese Tickets zurück und Umbuchungen können ebenfalls kostenlos vorgenommen werden.

Die einzigen Maschinen, die den Flughafen von Zaventem am Mittwoch verlassen haben, waren Brussels Airlines-Flugzeuge, die leer zu Überseeflügen nach Afrika geflogen waren. Sie sollen dort seit Dienstag ausharrende Fluggäste nach Belgien bringen.

Andere Fluggesellschaften

Reisende, die ihre Flugtickets bei Reisebüros, Reiseveranstaltern oder online gebucht haben, sollen sich an ihre jeweiligen Agenturen wenden, um Absagen oder Umbuchungen vornehmen zu können, teilte Brussels Airport mit.

Passagiere von Lufthansa, Air France/KLM, HOP!, oder Delta Airlines können ebenfalls online oder telefonisch ihre Reisen umbuchen oder anpassen. Die Fluggesellschaften Thomas Cook, JetarFly und Ryanair gaben an, alle geplanten Flüge durchzuführen, allerdings von Ausweichflughäfen aus.

BELGA/DOPPAGNE

Transitpassagiere

In den verschiedenen Auffangzentren für nach den Anschlägen von Zaventem in Belgien gestrandete Reisende warten noch immer hunderte Betroffene auf ihre Weiterreise. Bei ihnen handelt es sich zumeist um Transitpassagiere, die überhaupt kein Visum für Belgien haben.

Sie wollten am Brussels Airport lediglich umsteigen und hatten gar nicht vor, im Schengenraum zu verbleiben. Für einige hundert von ihnen muss noch eine Lösung gefunden werden. Die Flughafenbehörden, die die Reisenden auffangenden Kommunen und das belgische Außenamt stehen dazu in Kontakt mit den jeweiligen Botschaften oder Konsulaten in unserem Land.