Salah Abdeslam will "schnell" nach Frankreich

Für Donnerstagmorgen war in Brüssel eine Sitzung der Ratskammer anberaumt, in der über die Haftverlängerung der Terrorverdächtigen Salah Abdeslam, Amine Choukri und Abid Aberkane entschieden werden sollte. Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen (Foto) wurde beschlossen, diese Sitzung auf den 7. April zu verlegen.

Die drei mutmaßlichen Paris-Attentäter Salah Abdeslam, Amine Choukri und Abid Aberkane sollten am Donnerstagmorgen in der Brüsseler Ratskammer dem Haftrichter vorgeführt werden. Dieser entschied nach Drängen der Anwälte der Verdächtigen, diesen Termin auf den 7. April zu verlegen. Die Verteidigung, hieß es dazu, brauche mehr Zeit, um sich in die Dossiers einzuarbeiten.

Nach der Sitzung wendete sich Sven Mary, der Verteidiger des Hauptverdächtigen Salah Abdeslam, der am vergangenen Freitag in Molenbeek verhaftet worden war, an die Presse. Dabei gab er an, sein Mandant wolle so schnell wie möglich an Frankreich ausgeliefert werden. Dies mag verwunderlich klingen, denn bisher wollten sich Abdeslam und dessen Anwalt gegen eine Auslieferung wiedersetzen.

Die Brüsseler Ratskammer soll sich am 31. März zur Auslieferung Abdeslams an Frankreich beugen, doch seit dem ihm ein deutlicher Zusammenhang zwischen den Anschlägen von Paris und Brüssel nachgewiesen werden kann, sieht dieser seine Lage deutlich verändert, wie dessen Anwalt gegenüber der Presse andeutete: „Ich glaube, dass er in einem gut bewachten Gefängnis sitzt und dass kein Kontakt mit anderen möglich ist. Zu den Anschlägen hat er nichts gesagt. Er sitzt ja auch in Isolationshaft und hat weder Fernsehen, noch Radio oder Zeitungen.“