Terrorwarnstufe 4 für einen längeren Zeitraum

Das belgische Analyseorgan für Bedrohungsszenarien (OCAD) ist der Ansicht, dass die Terrorwarnstufe 4, die höchstmögliche Warnstufe dieser Art in Belgien, noch eine Zeit lang aufrechterhalten bleiben sollte. Nach Ansicht von Bundesinnenminister Jan Jambon (N-VA) kann das noch eine ganze Weile so bleiben.

Kurz nach den Anschlägen auf den Nationalflughafen in Zaventem und auf die Metro-Station Maalbeek im Brüsseler EU- und Regierungsviertel erhöhte die belgische Bundesregierung die Terrorwarnstufe von 3 auf 4 für das ganze Land. Bei einer erneuten Analyse der Situation durch das belgische Analyseorgan für Bedrohungsszenarien (OCAD) und den belgischen Nachrichtendiensten wurde beschlossen, diese Warnstufe weiter aufrecht zu erhalten.

„Das bedeutet, dass die Bedrohung sehr ernst und imminent ist.“, so Paul Van Tichelt, der Direktor des OCAD. Mehr kann und will man von dieser Seite her nicht sagen, um die laufenden Ermittlungen nicht zu beeinträchtigen. Da noch immer nach einer oder mehreren Personen gefahndet wird, bleibt die Gefahr demnach akut bestehen.

Für Innenminister Jambon kann das unter Umständen für einen längeren Zeitraum so bleiben: „Das soll so lange so bleiben, wie nötig“. Allerdings stellt dies die Polizei und die Armee, die jetzt verstärkt neuralgische Gebäude und Orte im ganzen Land rund um die Uhr bewachen müssen, vor gigantische Organisationsprobleme, denn nicht überall verfügen die Polizei und die Truppe über eine ausreichend große Mannschaftsstärke.