Anti-Terreoraktion in Brüssel - Meiserplatz war vorübergehend gesperrt

In Brüssel hat am frühen Freitagnachmittag eine neue Antiterroraktion stattgefunden. Spezialeinheiten der Polizei haben ein Haus gestürmt. Bei dem Einsatz fielen Schüsse. Eine Person ist ins Bein geschossen worden. Er ist inzwischen in ein Krankenhaus gebracht worden. Warum er die Warnungen der Polizei missachtete und weglaufen wollte, ist nicht bekannt. Der Mann, der einen Rucksack trug, soll laut Augenzeugen in Begleitung eines kleinen Mädchens gewesen sein, das von der Polizei kurz vor den Schüssen in Sicherheit gebracht werden konnte. Ob das Mädchen die Tochter des Mannes war, ist nicht sicher.

Zu Beginn des Einsatzes habe es zwei Explosionen gegeben. Schüsse seien zu hören gewesen. Vermummte Polizisten hatten die Gegend um den Meiserplatz in Schaarbeek mit Unterstützung von Armee-Trucks abgesperrt. Um 14.30 Uhr war eine weitere Explosion zu hören.

Der Antiminendienst war vor Ort. Man war davon ausgegangen, dass sich in besagtem Haus Sprengstoff befinden würde. Nach wem gesucht wurde, ist noch nicht bekannt. Die Polizei hatte einen Roboter im Einsatz. Dieser ist auf den Videobildern zu sehen. Ein Minenräumer vom Minenräumdienst der Armee DOVO hat inzwischen den verdächtigen Rucksack des Mannes untersucht.

Jeglicher Verkehr in der Rogierlaan war vorübergend unterbrochen worden, das gesamte Viertel immobilisiert.

Dem Bürgermeister von Schaarbeek zufolge habe diese Aktion in Zusammenhang mit den Anschlägen von Brüssel und der Antiterroraktion am gestrigen Donnerstagabend in Frankreich gestanden.

Wer der Mann mit dem Mädchen ist und warum er dem Befehl der Polizei nicht Folge leistete, ist noch nicht bekannt. Der Mann wurde durch eine Kugel der Polizei ins Bein getroffen und wird derzeit in einem Krankenhaus behandelt.