Soldaten dürfen auch Ihren Rucksack kontrollieren!

Die Soldaten, die zur Überwachung von gefährdeten Gebäuden und Plätzen beauftragt wurden, dürfen seit dem gestrigen Donnerstag auch patrouillieren und Taschen kontrollieren. Das dürfen sie aber nur in Anwesenheit eines Polizisten. Nach den Anschlägen in Brüssel und Zaventem ist die Zahl der Soldaten im Straßenbild auf rund tausend erhöht worden.

Der belgische Verteidigungsminister, Steven Vandeput (N-VA), erklärte hierzu auf dem französischsprachigen Privatsender Bel-RTL, dass der Entschluss, Soldaten mit einem erweiterten  Aufgabenbereich zu betrauen, am Mittwoch durch den Nationalen Sicherheitsrat genommen worden und am gestrigen Donnerstag in Kraft getreten sei.

Zu diesem Zeitpunkt galt noch die Terrorwarnstufe 4. Diese Maßnahmen gelten aber auch unter Stufe 3.

Die Soldaten dürfen Streife laufen und falls notwendig, Koffer und Rucksäcke kontrollieren. Das erfolgt unter direkter Anweisung von Polizisten, die sich auch physisch, in der Nähe der Soldaten, befinden müssen. Vor den Anschlägen von Brüssel und Zaventem führten Soldaten allein "statische" Aufträge aus, d.h. Bewachungsaufträge auf besonders gefährdeten Plätzen und vor Gebäuden.

Nach den Anschlägen wurde die Zahl der eingesetzten Soldaten von 740 auf 1.000 angehoben.

"IS bekämpfen, hier und dort"

Ab Juli fliegen erneut belgische F-16 aktiv über dem Irak im Kampf gegen den IS Einsätze. Die Anschläge in Brüssel werden in den kommenden Tagen und Wochen zweifelsohne eine Debatte in der Frage, ob Belgien die Terrororganisation auch in Syrien bombardieren soll, lostreten.

"Wir beraten das derzeit in der Regierung, aber meine persönliche Meinung ist, dass wir Daesch (er benutzt den arabischen Namen für den IS, Red.!) dort bekämpfen müssen, wo sie sich aufhalten, hier und dort!"