Ist Fayçal Cheffou 3. Mann des Terrorkommandos von Zaventem?

Für Fayçal Cheffou ist am Freitag ein Haftbefehl ausgestellt worden, nachdem dieser von der belgischen Staatsanwaltschaft verhört wurde. Er könnte der dritte Mann mit dem Hut sein, der auf den Bildern der Überwachungskamera zusammen mit den beiden Selbstmordattentätern von Zaventem zu sehen ist, schreibt Le Soir.

Das französischsprachige Medium will aus guter Quelle erfahren haben, dass der Mann von dem Taxifahrer, der das Terrorkommando am Dienstagmorgen beförderte, identifiziert worden ist.

Der Taxichauffeur habe ihn bei einer "visuellen "Gegenüberstellung" als einen der Verdächtigen der Attentate von Brüssel erkannt, heißt es in Le Soir.

Die Staatsanwaltschaft hat diese Information noch nicht offiziell bestätigt. Am Freitag habe die Polizei der Zeitung aber den Hinweis gegeben, dass es "sehr wahrscheinlich" sei, dass Fayçal Cheffou der Mann mit dem Hut auf den Überwachungsbildern sei.

Fayçal Cheffou, der vorgibt, Journalist zu sein, hatte ein Video vom 15. Juli 2014 ins Netz gestellt, indem er vor dem geschlossenen Zentrum 127 bis de Steenokkerzeel steht und sich darüber entrüstet, dass den Muslimen die Mahlzeiten während des Ramadan vor Sonnenuntergang serviert würden.

Cheffou war am Donnerstagabend vor dem Justizpalast festgenommen worden. Inzwischen hat die Staatsanwaltschaft der VRT bestätigt, dass der Mann in Zusammenhang mit den Terroranschlägen verhaftet worden sei. Ob der Mann auch tatsächlich der dritte Mann auf dem Foto der Überwachungskamera von Zaventem ist, ist noch nicht bestätigt worden.

Cheffou soll versucht haben, Syrienkämpfer zu rekrutieren

Cheffou, der in der Stadt Brüssel wohnt, steht bereits seit Monaten im Visier der Polizei. 

Cheffou soll im Maximiliaanpark wiederholt versucht haben, Syrienkämpfer zu rekrutrieren. Der Bürgermeister von Brüssel, Yvan Mayeur, hatte den "Aktivismus" des Mannes mehrmals der Staatsanwaltschaft gemeldet. Er habe ihn als gefährlich eingeschätzt und sogar mehrere Male des Parks verweisen lassen. Cheffou habe Asylsuchende und Menschen ohne Aufenthaltsgenehmigung versucht, für radikale Bewegungen zu gewinnen, heißt es.