Früherer belgischer USA- Botschafter bei den Opfern

Unter den Opfern des Attentates auf den Brüsseler Nationalflughafen in Zaventem sind auch der frühere belgische Botschafter in den USA, André Adam, und dessen Frau. Ein Kollege aus der RTBF-Wirtschaftsredaktion verlor beim Anschlag auf den U-Bahnzug in der Metrostation Maalbeek seine Tochter.
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Für immer mehr Angehörige der Opfer der Anschläge vom vergangenen Dienstag wird zur traurigen Gewissheit, dass ihre Lieben nicht mehr am Leben sind. Einige von ihnen konnten jetzt erst zweifelsfrei identifiziert werden.

Unter den Opfern sind auch André Adam und seine Frau Danielle. Beide waren auf dem Weg in die USA. André Adam gehörte lange Jahre zu den Spitzendiplomaten unseres Landes. So war er unter anderem Botschafter Belgiens auf Kuba, in Frankreich, in der Demokratischen Republik Kongo und in den USA. Während der Präsidentschaft von Bill Clinton war Adam Belgiens Botschafter in den USA und bei den Vereinten Nationen. Ende der 1990er Jahre beendete André Adam seine diplomatische Laufbahn bei der UN in New York.

Unter den Todesopfern des Anschlags auf einen U-Bahnzug in der Brüsseler Metrostation Maalbeek war auch die junge Juristin Lauriane Visart. Sie war auf dem Weg zu ihrem Arbeitsplatz, als die Bombe explodierte. Als sie im Laufe des Dienstags dort nicht erschien, befürchteten ihre Familie und ihre Kollegen das Schlimmste. Erst am 25. März konnte sie identifiziert werden. Sie war die Tochter des Wirtschaftsredakteurs unserer Kollegen der frankophonen RTBF, Michel Visart.

Unter den ausländischen Opfern der Anschläge ist auch das amerikanische Ehepaar Justin und Stephanie Shults aus dem US-Staat Tennessee. Das Paar lebte seit 2014 in Brüssel, wo Justin beim Farbfilter-Hersteller Clarcor als Buchhalter tätig war. Die Schults hatten gerade die Mutter der Frau zum Flughafen gebracht, die nach einem Besuch in Brüssel nach Hause geflogen war. Das Ehepaar Shults konnte erst an diesem Sonntag identifiziert werden.

Viele Opfer noch auf der Intensivstation

Nach den jüngsten Erkenntnissen kamen bei den beiden Anschlägen 31 Personen ums Leben, darunter drei Terroristen. Am Sonntag wurde eine Zahl von 340 Verletzten genannt von denen noch 62 auf Intensivstationen diverser Kliniken in Belgien gemeldet sind.

Auch unter den Schwerverletzten sind Personen, deren Identität noch nicht festgestellt werden konnte.

Überdies, doch das ist wohl nur ein kleines Detail, haben sich seit Dienstag dutzende Menschen bei ihren Hausärzten oder in der Notaufnahme gemeldet, die seit den Detonationen mit akuten Gehörproblemen zu kämpfen haben.