Ermittlungen gegen Terrorismus laufen auf Hochtouren

Die belgischen Ermittlungen in Zusammenhang mit Terrorismus laufen auf Hochtouren. Gleichzeitig trauert das Land. Auch an diesem Montag zünden Menschen Friedenskerzen in Gedenken an die Opfer der Anschläge von Brüssel an. Eine ökumenische Gebetswache ist für diesen Ostermontag (18 Uhr) in der Kathedrale St. Michael und St. Gudula (Sint-Michiel en Sint-Goedele/Saint-Michel et Gudule) in der belgischen Hauptstadt geplant.

Gegen drei Verdächtige, Yassine A., Mohamed B. und Aboubaker O., wurde inzwischen Haftbefehl ausgestellt. Sie werden der Beteiligung an Aktivitäten einer terroristischen Gruppierung beschuldigt. Ihre Verhaftung erfolgt im Zuge der Anti-Terroraktion vom Sonntag in mehreren Städten Belgiens. Das hat die föderale Staatsanwaltschaft an diesem Montag mitgeteilt.

Eine Verbindung zu den Anschlägen vom 22. März in Brüssel gebe es jedoch nicht, heißt es weiter. Eine vierte Person, die sich in diesem Fall noch in Polizeigewahrsam befunden hatte, sei freigelassen worden.

Insgesamt waren am Sonntag  nach den 13 Razzien in Brüssel und in zwei Städten in Flandern (Mechelen, Duffel) im Rahmen eines Terrordossiers neun Personen zum Verhör abgeführt worden. Fünf Personen wurden bereits am Sonntag wieder freigelassen.

Mehr Informationen wollte die Staatsanwaltschaft im Interesse der laufenden Ermittlungen nicht freigeben.