Mayeur: "Flandern hat Brüssel mit Extremisten beschmutzt"

"Flandern hat Brüssel mit Extremisten beschmutzt", sagt der Brüsseler Bürgermeister Yvan Mayeur (PS) in einer Reaktion gegenüber der Zeitung Le Soir in Zusammenhang mit den Zwischenfällen auf dem Börsenplatz am gestrigen Sonntag. Gleichzeitig sprach er Innenminister Jan Jambon sein Vertrauen ab.

Nach den Zwischenfällen vom Ostersonntag, bei denen hunderte Hooligans auf dem Börsenplatz in Brüssel randalierten und Trauernde im Gedenken an die Opfer störten, kritisierte der Brüsseler Bürgermeister das gesamte Bundesland Flandern.

Letztlich musste eine Sondereinheit mit Wasserwerfern eingreifen und den Börsenplatz evakuieren. Die Randalierer wurden von der Polizei in Zügen nach Hause geschickt.

"Es ist nicht das Image von Brüssel, das durch die Ereignisse vor der Börse beschmutzt wird", sagte er der Zeitung Le Soir. "Es ist Flandern, das Brüssel mit Extremisten beschmutzt hat, wie das von der N-VA und Bart De Wever gewünscht wird." Mayeur betonte, dass er weiterhin Vertrauen in die Abteilungen habe, die die Gefahren analysierten. "Ich habe aber kein Vertrauen mehr in Innenminister Jan Jambon (N-VA)".

Die Hooligans waren rechtsradikale Anhänger diverser Fußballclubs aus der ersten Liga in Belgien. Sie hatten sich am Bahnhof von Vilvoorde in der Provinz Flämisch-Brabant am Rande der belgischen Hauptstadt getroffen, um zum Brüsseler Stadtzentrum zu ziehen.

Man sei in Vilvoorde darüber informiert gewesen, dass die Hooligans nach Brüssel aufbrechen würden und die Polizei habe sie absichtlich ziehen lassen, wirft Mayeur der Stadt Vilvoorde, aber auch der Regierung vor. Es sei nichts dagegen unternommen wurde, um deren Kommen nach Brüssel zu verhindern.