Verdächtiger Fayçal Cheffou freigelassen

Der Mann, der am Donnerstag in der Nähe der Staatsanwaltschaft festgenommen wurde und der in den Verdacht geraten war, in die Terroranschläge verwickelt zu sein, ist aus Mangel an Beweisen wieder freigelassen worden. Fayçal Cheffou ist der Mann, der in der Vergangenheit vorgegeben hatte, Journalist zu sein und der im Flüchtlingslager im Maximiliaanpark versucht haben soll, Personen für radikale Bewegungen zu rekrutieren.

"Die Hinweise, die zu seiner Festnahme geführt hatten, haben sich durch die Ermittlungen nicht bestätigt", heißt es. Cheffou wurde ohne Auflagen freigelassen.

Cheffou wurde am Donnerstagabend zusammen mit zwei anderen Männern in der Nähe der föderalen Staatsanwaltschaft festgenommen. Was er dort wollte, ist noch unklar. Am Freitag wurde er vom Untersuchungsrichter wegen des Verdachts auf Teilnahme an Aktivitäten einer terroristischen Gruppierung, wegen terroristischen Mordes und versuchten Mordes festgesetzt.

Seine genaue Rolle bei den Anschläge in Brüssel war lange Zeit unklar. Die Staatsanwaltschaft untersuchte, ob Cheffou der dritte Mann bei den Anschlägen von Zaventem war, also der Mann mit Hut auf den Bildern der Überwachungskamera, nach dem gefahndet wird.

Laut der Staatsanwaltschaft gebe es derzeit keine Beweise dafür, dass Cheffou in die Anschläge in Belgien verwickelt sei.

Trotz seiner Freilassung läuft weiterhin eine Anklage gegen Cheffou wegen der Teilnahme an Aktivitäten einer terroristischen Gruppierung, wegen terroristischen Mordes und versuchten terroristischen Mordes.