Jambon soll Ombama Bild von Terrorbekämpfung in Belgien vermitteln

Der belgische Innenminister Jan Jambon (Archivfoto) ist auf dem Weg zu einem Spitzentreffen über nukleare Sicherheit in der amerikanischen Hauptstadt Washington. Der Gipfel ist eine Initiative des amerikanischen Präsidenten Barack Obama. Terrorismus mit chemischen und atomaren Waffen könnte zur großen internationalen Bedrohung werden.

Die Tatsache, dass Belgien die Atomkraftwerke länger am Netz lasse und die damit zusammenhängende Frage, ob das sicher sei, werde Gesprächsthema sein, sagte Jambon gegenüber der VRT und er fügte hinzu: "Der Präsident von Amerika hat mich auch gefragt, ihm ein Bild über unser Vorgehen im Kampf gegen Terrorismus zu vermitteln und das werde ich gerne machen."

Zur Äußerung des Bürgermeisters von Brüssel, Yvan Mayeur, dass dieser nach den Randalen auf dem Börsenplatz kein Vertrauen mehr in den Innenminister habe, sagte Jambon: "Das mit Mayeur überlasse ich Ihnen. Ich denke, dass das Volk jetzt nun wirklich nicht will, dass verschiedene Politikebenen in unserem Land Spielchen miteinander spielen und sich gegenseitig die Schuld zuweisen. Das ist jetzt nun wirklich nicht an der Tagesordnung."

"Wenn Mayeur auf diesem Niveau spielen will, soll er das tun. Ich versuche, auf einer anderen Stufe zu spielen."

Auf dem Gipfel in Washington werden rund 50 Delegationen erwartet. Für Belgien wird außer Minister Jambon auch der Direktor der staatlichen belgischen Atomaufsichtsbehörde FANC am Gipfel teilnehmen.

Der Gipfel ist der vierte dieser Art. Der erste Atomgipfel fand im Jahr 2010 auf Anregung von Präsident Barack Obama in Washington statt. Danach folgte ein Nuklearer Sicherheitsgipfel in Seoul (2012) und in Den Haag (2014). US-Präsident Obama hatte den Gipfel mit dem Ziel ins Leben gerufen, Terroristen den Zugriff auf waffenfähiges Nuklearmaterial zu verwehren.

Auch der chinesische Präsident Xi Jinping wird voraussichtlich an dem Treffen teilnehmen, ebenso der indische Premier Narendra Modi. Russlands Präsident Wladimir Putin reist nicht zum diesjährigen Gipfel nach Washington. Russland hatte sich schon 2014 aus den geplanten Gesprächen zurückgezogen aus Ungenügen über die entschiedene Rolle, die die Vereinigten Staaten bei den Gesprächen einforderten.

Der diesjährige Atomgipfel findet vom 31. März bis zum 1. April in Washington statt.