Brussels Airport bleibt vorläufig noch geschlossen

Der Nationale Sicherheitsrat hat sich noch nicht zu einer Wiederaufnahme des Flugbetriebs am Brüsseler Nationalflughafen in Zaventem ausgesprochen. Sicherheitsdienste und Bundesregierung warten weiter auf den Ausgang der Verhandlungen zwischen dem belgischen Innenministerium und den Gewerkschaften der Flughafenpolizei.

Nach Ansicht der Flughafenpolizei ist ein Flugbetrieb am Brüsseler Nationalflughafen nach dem Anschlag von 22. März in der Abflughalle vorerst nicht möglich. Die Sicherheit habe dort noch zu große Lücken und die Mannschaftsstärke der Polizei vor Ort habe schon vorher nicht ausgereicht.

Diese Lage habe sich jetzt weiter verschärft, so die Polizeigewerkschaft und deshalb bleibt der Airport vorerst weiter blockiert.

Die Polizei fordert neben mehr Personal, dass schon am Eingang des Flughafens Metalldetektoren aufgestellt werden sollen, um Sicherheitsproblemen im Abflugbereich bereits im Vorfeld eine Abfuhr erteilen zu können, auch wenn man davon ausgehen könne, dass eine 100 %ige Sicherheit niemals gewährleistet sein kann.

Die Betreiber des Brussels Airport haben inzwischen eine provisorische Abflughalle in Betrieb genommen und geben an, für eine Wiederaufnahme des Flugbetriebs in Zaventem gerüstet zu sein. Auf politischer Ebene ist eine Lösung des Problems kein leichtes Unterfangen, gilt es doch einen Kompromiss zwischen sicherheitstechnischen und wirtschaftlichen Interessen zu finden.

Inzwischen kündigen die einzelnen Fluggesellschaften an, vorerst weiter von Ausweichflughäfen aus zu operieren. Problematisch wird die Sache aber für die Beschäftigten am Flughafen. Mittlerweile fährt rund die Hälfte des Personals der Gepäckanfertigung Kurzarbeit durch technische Arbeitslosigkeit. Doch wie sagte Belgiens Innenminister Jan Jambon (N-VA) an Freitagmorgen dazu: „Mit der Sicherheit macht man keine Spielchen!“