Maalbeek nach dem Terror: Die Kunstwerke bleiben

Nach Angaben der regionalen Brüsseler Nahverkehrsgesellschaft MIVB/STIB hat das Bombenattentat vom 22. März keinen strukturellen Schaden an der Metrostation Maalbeek angerichtet. Die weltberühmten Kunstwerke in der Station wurden ebenfalls nicht zerstört und sollen dort bleiben. Für den Künstler haben diese Werke heute eine neue Bedeutung.

Bei dem Anschlag in Maalbeek waren am Morgen des 22. März 20 Menschen ums Leben gekommen und dutzende weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Struktur und Stabilität hat die Bombe im U-Bahn-Zug in der Haltestelle Maalbeek nicht angetastet. Und die weltberühmten Gesichter, die der Künstler Benoît van Innes vor einigen Jahren dort angebracht hatte, wurden nur leicht beschädigt.

MIVB-Sprecherin An Van Hamme sagte dazu, dass die acht Gesichter auf jeden Fall dort bleiben: „In den Kacheln sind Risse. Wir haben aber noch solche weißen Kacheln in Reserve. Die beeinträchtigten bedruckten Kacheln aber müssen erneuert werden. Wir werden mit dem Künstler besprechen, wie wir sein Werk in allen Ehren reparieren können.“

Was das und die anderen Reparaturen kosten werden, ist noch nicht bekannt. Die Arbeiten werden wohl noch einige Wochen in Anspruch nehmen. Die MIVB/STIB muss in erster Linie einige elektrische Anlagen erneuern.

Für Benoît van Innes haben die acht Gesichter nach den Anschlägen eine neue Bedeutung bekommen: „Früher waren das anonyme Reisende. Heute sind sie Opfer.“ Die Gesichter sollen kaum zerstört sein, doch einige andere Werke sind wohl verloren.

Am kommenden Montag wird sich van Innes mit Vertretern der Nachverkehrsgesellschaft vor Ort in Maalbeek treffen, um zu beraten, wie man dort vorgehen soll. Die MIVB/STIB will dort auch eine Gedenkplatte für die Opfer des Anschlags vom 22. März anbringen. Hier soll Benoît van Innes mit einbezogen werden, hieß es dazu.