Zaventem - Einigung auf Sicherheitskonzept

Am Freitagabend haben sich Vertreter der Polizeigewerkschaften am Brussels Airport und das belgische Innenministerium auf ein Konzept zur Sicherheit in Zaventem geeinigt. Das bedeutet, dass der Flugbetrieb ab dem Nationalflughafen ab Sonntag wieder aufgenommen werden könnte.
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Die Gewerkschaftsvertreter der Polizisten am Brussels Airport hatten den Flughafen mehrere Tage lang blockiert, denn sie hegten arge Sicherheitsbedenken gegenüber dem Vorhaben, den Flugbetrieb nach den Anschlägen vom 22. März schon wieder aufzunehmen.

Die Flughafenbetreiber hatten Ende der Woche erklärt, Testläufe im Bereich Eingangskontrollen und Einchecken zur Zufriedenheit absolviert zu haben und bereit zum Start zu sein, doch dabei hatte die Polizei, die die Sicherheit dort garantieren muss, nicht mitgespielt.

So kam es am Freitagabend zu einer letzten Verhandlungsrunde der Polizeigewerkschaften und des Bundesinnenministeriums.

Dabei haben sich die Polizisten weitgehend durchgesetzt. Ihrer Forderung, erste Sicherheitschecks bereits vor dem Betreten der Abflughalle und auch bereits bei der Zufahrt zum Flughafen durchzuführen, wurde ebenso zugestimmt, wie der Aufstockung der Mannschaftsstärke der Polizei am Airport um mindestens 200 Beamte und der zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel. Diese Mittel sind notwendig für die Modernisierung der polizeilichen Ausrüstung vor Ort, z.B. für die Anschaffung von neuen schusssicheren Westen.

Das bedeutet, dass der Flugbetrieb nach der Umsetzung der Forderungen teilweise schon am Sonntag wieder aufgenommen werden könnte, auch wenn dies nur eine Ankündigung unter Vorbehalt sein soll. Übrigens, die Sicherheitsforderungen betreffen nicht nur den Brüsseler Nationalflughafen, sondern auch alle regionalen Flughäfen in Belgien.

Premierminister Charles Michel (MR) twitterte bereits, dass die Pläne zu einer raschen Wiederaufnahme des Flugbetriebs nach dem Anschlag sowohl symbolisch, als auch wirtschaftlich ein wichtiger Schritt sei.

Sicherheit und Personal

Das Sicherheitspaket für die Flughäfen schließt auch eine strengere Kontrolle des Personals an den mit ein. Offenbar gelten einige Mitarbeiter z.B. in der Gepäckabteilung am Brussels Airport als Unsicherheitsfaktoren. Einigen wird sogar eine gewisse IS-Sympathie nachgesagt.