Flanderns Landeschef Bourgeois besucht Kuba

Flanderns Ministerpräsident Geert Bourgeois (N-VA) begleitet in diesen Tagen eine Gruppe von 26 Unternehmen aus seinem Bundesland und aus Brüssel nach Kuba. Im Zuge der neuen Offenheit zwischen dem kommunistischen Inselstaat und Europa und den USA versucht das belgische Bundesland Flandern auf wirtschaftlicher Ebene Zeichen zu setzen.

Flandern und Brüssel wollen versuchen, auf Kuba Möglichkeiten zu Investitionen auszuloten. Seit 2001 hat sich keine Wirtschaftsdelegation aus Flandern mehr in Richtung Kuba aufgemacht.

Nachholbedarf liegt allemal vor, denn bisher beträgt der Export aus Flandern dorthin lediglich 0,016 % des gesamten Ausfuhrvolumens. Claire Tillekaerts, CEO von Flanders Investment and Trade (FIT), erklärt, welcher Art diese Exporte sind: „Dabei handelt es sich vornehmlich um Maschinen, Milchprodukten und Düngemittel.“

Ministerpräsident Bourgeois (kl. Foto) ist der Ansicht, dass gerade jetzt der ideale Zeitpunkt ist, um mit Kuba eine Zusammenarbeit zu vertiefen: „Jetzt ist gerade die Rede von Tauwetter in den internationalen Beziehungen, doch auch Kuba will sich als ‚Hub‘ der Karibik profilieren.“ Flanderns Landeschef wird auf Kuba Gespräche mit den dortigen Ministern oder deren Stellvertretern für Bildung, Kultur, Außenhandel und Auslandsangelegenheiten führen.

Flandern interessiert sich spezifisch für die sich wirtschaftlich immer besser entwickelnde Sonderzone Kubas in Mariel westlich der Hauptstadt Havanna. Diese wirtschaftliche Sonderzone wurde mit dem Ziel errichtet, westliche Investitionen anzuziehen. Unternehmen, die sich dort um den Hafen herum niederlassen, können von interessanten Rabatten auf Steuern und Zollgebühren profitieren.

Fritten und Bier…

Zu der flämischen Wirtschaftsdelegation gehören auch große Unternehmen, wie die beiden international erfolgreich aktiven Baggerunternehmen Jan De Nul und Deme. Doch auch kleinere Firmen und sogar Mittelständler wollen etwas vom kubanischen Kuchen haben. Mit dabei ist z.B. auch die Brauerei Huyghe und der Spezialist für Snack- und Frittüren-Produkte OVI.