Anschläge: 600 Firmen beantragen Kurzarbeit

Seit den Terroranschlägen von 22. März auf den Nationalflughafen in Zaventem und auf einen U-Bahnzug in der Metrostation Maalbeek (Foto) im Brüsseler Stadtzentrum haben nach Angaben der Arbeitsämter 598 Unternehmen Kurzarbeit für ihr Personal beantragt. Höhere Gewalt wird in Belgien als Grund für die so genannte „technische Arbeitslosigkeit“ nach den Attentaten anerkannt.

Die meisten Anträge für Kurzarbeit kommen von Gastronomie-Unternehmen, aus dem Baufach und von Reinigungsunternehmen.

Nach den Anschlägen ließ Bundesarbeitsminister Kris Peeters (CD&V) wissen, dass hiesige Unternehmen Kurzarbeit bzw. technische Arbeitslosigkeit beantragen können, wenn ihre Angestellten oder Arbeiter als Folge der Attentate ihre Arbeit nicht verrichten können.

Peeters nannte diesen Schritt „einen Beschluss im Sinne der Tatkraft unserer Unternehmen.“ Fast 600 Unternehmen gingen seit dem 22. März auf dieses Angebot ein und stellten Antrag auf Kurzarbeit.

Unklar ist allerdings noch, wer und wie viele dieser Unternehmen einen positiven Bescheid auf ihre entsprechenden Anträge erhalten werden. Bei Zustimmung können die betroffenen Arbeitnehmer mit einer Unterstützung von Seiten der Arbeitsämter rechnen.