Handel fordert ein Ende der LKW-Blockaden

Comeos, der belgische Einzelhandels- und Dienstleistungsverband, fordert von der belgischen Bundesregierung, von der kommunalen Behörden und von den Landesregierungen, dass sie ein Ende der Blockaden gegen die LKW-Maut in Wallonien herbeiführen.

Laut Verband droht den Vertriebszentren und den Warenhäusern ein Warenengpass. Viele Supermärkte in ganz Belgien können ihrer Kundschaft nicht mehr ihre gewohnte Warenpallette anbieten, weil sie nicht zeitig beliefert werden oder weil Lebensmittel in Lastwagen, die teilweise tagelang aufgehalten werden, verdirbt. Besonders der Discounter-Marktführer Colruyt soll von diesem Problem stark betroffen sein.

In Belgien bevorraten rund 20 Vertriebszentren und Logistiklager etwa 4.000 kleinere und große Supermärkte, die zusammen knapp 75 % des gesamten Marktes darstellen. Gegen die LKW-Maut protestierende Lastwagenfahrer blockieren unter anderem gleich mehrere solcher Großwarenlager im belgischen Bundesland Wallonien. Doch nicht nur Supermärkte oder Discounter sind davon betroffen, sondern mittlerweile auch schon die Gastronomie.

Der belgische Einzelhandels- und Dienstleistungsverband Comeos ruft die zuständigen Behörden auf allen Ebenen - Kommunen, Provinzen, Länder, Regionen und Bund - dazu auf, diese „illegalen Blockaden“ zu beenden. Sie richteten wirtschaftlichen Schaden an und sorgten in der gesamten Transport-, Vertriebs- und Konsumkette bis hin zum Endverbraucher für finanzielle Einbußen, hieß es dazu.